Augenzeuge schildert Horror:

"Hundert Meter hohe Flutwelle fegte Markt einfach weg"

Ein Zollbeamter sah eine riesige Wasserwand auf seinen Ort zurasen: Markt, Fahrzeuge und Häuser wurden ausgelöscht. Die Zahl der Toten ist enorm.
Newsdesk Heute
26.08.2026, 22:05
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Es begann mit einem Beben im Boden. Rajendra Dhungana, leitender Zollbeamter in Rasuwa, glaubte zunächst an ein Erdbeben. Dann lief er hinaus – und sah, wie eine Wand aus Wasser, Schlamm und Geröll aus dem Tal heranraste.

"Es war die Flut, die wie eine fast 100 Meter hohe Welle aufstieg und durch den Markt fegte", sagte Dhungana der "Kathmandu Post". "Innerhalb von Augenblicken war der Markt weg." Die Sturzflut traf Timure nahe der Grenze zwischen Nepal und China völlig überraschend.

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Nach bisherigen Erkenntnissen hatte eine Lawine den Lhende-Zufluss des Bhotekoshi blockiert. Dahinter staute sich offenbar Wasser auf, bevor die Massen plötzlich talwärts brachen. In dem betroffenen Gebiet wurde kein Regen gemeldet. Genau deshalb hatten die Menschen vor Ort kaum eine Chance, sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen.

Timure wurde als einer der ersten Orte getroffen. Große Teile der Siedlung wurden weggespült, bevor sich die Flut weiter flussabwärts Richtung Syaphrubesi fraß. Mehr als 300 Fahrzeuge und Lastwagen, die am Zollpunkt warteten, wurden von den Wassermassen mitgerissen.

Dhungana floh mit Dutzenden anderen Menschen in einen nahe gelegenen Wald. Währenddessen riss die Flut entlang des Flusses alles mit, was ihr im Weg stand: Menschen, Tiere, Gebäude, Brücken und Straßenabschnitte. Auch öffentliche Infrastruktur wurde schwer beschädigt.

Der aktuelle Stand ist erschütternd: Mindestens 157 Menschen wurden getötet, Hunderte gelten weiter als vermisst. Unter ihnen befinden sich ausländische Touristen und Sicherheitskräfte. Behörden und Einsatzkräfte suchen in schwer zugänglichem Gelände weiter nach Überlebenden.

Die Katastrophe zeigt auch, wie verwundbar die Täler im Himalaja sind. Messstationen im oberen Bereich des Bhotekoshi wurden von der Flut selbst weggerissen. Warnungen erreichten manche flussabwärts gelegene Gebiete erst, als die Wassermassen bereits große Teile von Rasuwa getroffen hatten.

Noch ist nicht abschließend geklärt, ob zusätzlich ein Gletschersee oder weitere Vorgänge im Hochgebirge eine Rolle spielten. Klar ist aber schon jetzt: Für Timure kam die Flut ohne Vorwarnung – und mit einer Gewalt, die ganze Straßenzüge binnen Momenten auslöschte.

{title && {title} } red, {title && {title} } 26.08.2026, 22:05