Ein widerlicher Trend unter Kindern und Jugendlichen sorgt in Spanien für Ärger, Ekel und Polizeieinsätze. Übersetzt heißt die ekelhafte Social-Media-Challenge "braune Herausforderung". Dabei geht es darum sein großes Geschäft im Becken von Schwimmbädern zu erledigen.
Die ganze Aktion, samt Räumung des jeweiligen Freibads und darauffolgenden Polizeieinsatz wird dann per Video festgehalten und in den sozialen Medien verbreitet. Ziel der Kinder und Jugendlichen ist dabei so viele Likes, wie nur möglich, abzustauben.
Zu solchen Vorfällen soll bereits in "Hunderten" Freibädern im ganzen Land gekommen sein, berichtet etwa der Sender Cadena Ser. Manche Jugendliche wollen ihre Hosen nicht im Becken herunterlassen und schmuggeln die Fäkalien in Plastiksackerln ins Wasser, um sie dort auszuleeren, heißt es laut einem Bericht der Zeitung "La Razón".
Solche Ekel-Taten ziehen schwerwiegende Konsequenzen nach sich. Neben jahrelangen Hausverboten drohen Schadenersatzforderungen sowie Geldbußen in der Höhe bis zu 20.000 Euro.
Oft haben es die Bademeister und Gäste aber nicht leicht die Täter auf frischer Tat zu erwischen. Geglückt ist dies erst kürzlich in der nordspanischen Stadt Burgos. Dort konnte ein Freibadbesucher vier Kinder zwischen elf und 13 Jahren bei der Ekel-Challenge beobachten.
Die Verantwortung tragen nun die Eltern. Für die Tat ihrer Kinder könnten Strafen in der Höhe von 3.000 Euro fällig werden. Auch für das Freibad ist die Lage ärgerlich. Das Wasser muss nun desinfiziert werden. Sollte das Wasser gewechselt werden müssen, kann dies die Eltern mehrere Tausend Euro zusätzlich kosten.
Das Geld wird im weiteren Verlauf von der Kommune eingefordert. Zudem dürfen die Kinder wohl die nächsten Jahre nicht mehr ins Freibad. Für Burgos ist die Situation keine Neuheit. Der Bürgermeisterin Cristina Ayala zufolge habe es in diesem Jahr bereit sechs Vorfälle gegeben.