Drei Todesfälle haben eine Familie aus Matrei in Osttirol getroffen. Erst am vergangenen Montag kam ein 29-jähriger Sohn bei einem Arbeitsunfall ums Leben.
Nur wenige Monate zuvor war bereits der 67-jährige Familienvater tödlich verunglückt. Vor 15 Jahren hatte die Familie zudem einen weiteren Sohn bei einem Verkehrsunfall verloren – "Heute" berichtete.
Die Anteilnahme in der Region ist groß. "Ich frag mich langsam, wo ist der Herrgott, der in Matrei so viel Leid über eine Familie kommen lässt?", schrieb ein Einheimischer auf Facebook.
Der jüngste Todesfall ereignete sich in Raneburg in Osttirol. Der 29-Jährige hatte am Nachmittag eine Baustelle verlassen, um einen Bohrer zu kaufen.
Als er gegen 20.30 Uhr noch immer nicht nach Hause gekommen war, verständigte sein Bruder die Arbeitskollegen. Diese begannen mit der Suche nach dem Vermissten.
Gegen 21.15 Uhr fanden sie den 29-Jährigen in einem Bachbett unterhalb der Baustelle. Nach ersten Erkenntnissen dürfte er während der Arbeiten von einem Baustellencontainer gestürzt sein. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät. Am Freitag nimmt die Familie bei der Trauerfeier Abschied.
Erst wenige Monate zuvor hatte die Familie den Vater verloren. Der 67-Jährige war am 6. Mai am Klaunzerberg in Matrei mit seinem Auto von einem Forstweg abgekommen, berichtet die Tageszeitung.
Nachdem er aus dem Fahrzeug ausgestiegen war, stürzte er rund 50 Meter über felsiges Gelände ab. Auch er überlebte den Unfall nicht.
Bereits vor 15 Jahren musste die Familie einen Sohn zu Grabe tragen. Er kam im Alter von nur 18 Jahren bei einem Verkehrsunfall ums Leben.