Der österreichische Maler Herbert Brandl ist am Sonntag im Alter von 66 Jahren völlig überraschend in seinem Wiener Atelier an einem plötzlichen Herztod verstorben. Das bestätigte sein Galerist Helmut Reinisch am Montag gegenüber der APA.
Brandl war eine prägende Figur der "Neuen Wilden" in den 1980er-Jahren. Mit seiner Kunst eroberte er den internationalen Kunstmarkt – darunter Auftritte bei der Biennale in São Paulo (1989), der documenta (1992) und 2007 im Österreich-Pavillon in Venedig.
Geboren 1959 in Graz, studierte Herbert ab 1978 an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien bei Peter Weibel. Obwohl er früh internationale Anerkennung fand, blieb er dem Medium der Malerei stets treu.
Zuletzt wurde sein Werk 2020 in großen Einzelausstellungen im Kunsthaus Graz und im Belvedere 21 gewürdigt. Erst im vergangenen Jahr erhielt er das Ehrenzeichen des Landes Steiermark.
Sein Tod kam für viele unerwartet – auch für Reinisch, der erst kürzlich mit dem Maler über neue Projekte sprach. Ein geplanter weiterer Ausstellungstermin wird nun ohne den Künstler stattfinden müssen.