Musste vor Gericht

"Im Einsatz": Rettungs-Mitarbeiterin fuhr Mann über Fuß

Eskalierter Verkehrsstreit auf der A2 endet vor Gericht: Eine Rot-Kreuz-Mitarbeiterin soll einem Mann über den Fuß gefahren sein – mit Folgen.
Österreich Heute
24.06.2026, 14:20
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Ein eskalierter Verkehrsstreit auf einer steirischen Autobahnabfahrt hat nun ein gerichtliches Nachspiel gefunden. Eine Mitarbeiterin des Roten Kreuzes musste sich vor Gericht verantworten, nachdem sie einem Mann über den Fuß gefahren sein soll. Der Betroffene kämpft laut eigenen Angaben bis heute mit den Folgen.

Streit eskalierte

Auslöser des Konflikts war laut dem Geschäftsmann eine Vollbremsung auf der A2. "Sie machte eine Vollbremsung vor mir. Mein Auto reagierte automatisch, uns hat‘s alle in den Gurt hineing‘haut", heißt es in der "Kleinen Zeitung". Bereits davor habe die Lenkerin mehrfach die Spur gewechselt. Als er sie anschließend überholte, soll sie ihm den Mittelfinger gezeigt haben.

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Der Mann reagierte darauf drastisch: Er stellte sein Fahrzeug bei der Autobahnabfahrt quer, stieg aus und ging zurück zum Auto der Frau. Dort sei die Situation weiter eskaliert. "Sie schrie mich hysterisch an, sie war wie eine Furie. Und sagte: ,Ich bin im Einsatz!‘"

Knie dauerhaft kaputt

Kurz darauf kam es zum folgenschweren Zwischenfall. "Ich glaube ja nicht, dass sie mir zu Fleiß über den Fuß fuhr. Aber versehentlich war’s auch nicht – sie gab ja Vollgas, die Reifen quietschten", schilderte der Mann vor Gericht.

Durch den Kontakt mit dem Fahrzeug verdrehte sich sein Fuß, der Mann stürzte. Die gesundheitlichen Folgen seien bis heute massiv. "Mein Knie kann ich nur mehr zu 70 Grad abbiegen. Dauernd muss mich wer durch die Gegend führen, ich muss auch noch operiert werden."

Fahrerin will nichts gemerkt haben

Die Rot-Kreuz-Mitarbeiterin fuhr nach dem Vorfall weiter. Der Verletzte nahm gemeinsam mit seiner Ehefrau die Verfolgung auf. Später entschuldigte sich die Frau telefonisch bei ihm. "Es tut mir leid, dass das so passiert ist."

Vor Gericht bestritt die Angeklagte jedoch, bemerkt zu haben, dass sie jemanden verletzt hatte. Sie habe sich durch den Mann bedroht gefühlt und erklärte, kein Schmerzgeräusch wahrgenommen zu haben. "Nein, ein ,Aua‘ hätt’ ich nicht gehört", sagte sie. Auf die Frage der Richterin, ob sie bemerkt habe, über etwas gefahren zu sein, antwortete sie ebenfalls mit Nein.

Lösung durch Diversion

Den gezeigten Mittelfinger räumte die Frau ein. Dafür habe sie sich später entschuldigt. "Ich musste ihn anrufen, meine Chefin wollte das so ..."

Am Ende übernahm die Angeklagte die Verantwortung für den Vorfall. Vom Vorwurf der Nötigung wurde sie freigesprochen. Die Körperverletzung endete mit einer Diversion und einer Geldbuße.

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