Am Donnerstag, dem 5. November, ist Equal Pay Day. Ab diesem Tag arbeiten Frauen in Österreich rein rechnerisch bis Jahresende "gratis". Die Lohnlücke beträgt österreichweit 15,5 Prozent.
Wie APA-Berechnungen auf Basis der Lohnsteuerstatistik 2024 zeigen, verdienen Männer in 2.084 österreichischen Gemeinden und Wiener Bezirken mehr als Frauen. Das entspricht 98 Prozent.
Am größten ist die Lohnschere in Pierbach (OÖ). Dort verdienen Männer im Schnitt knapp 37 Prozent mehr. Der Equal Pay Day fiel bereits auf den 19. August – Frauen arbeiten hier rechnerisch fast 134 Tage "gratis".
Dahinter folgen Stall (36 Prozent) und Großkirchheim (35 Prozent) in Kärnten. Auf Bezirksebene liegt Bruck-Mürzzuschlag (Steiermark) mit 20 Prozent an der Spitze.
Es gibt auch Ausnahmen: In 30 Gemeinden verdienen Frauen durchschnittlich mehr als Männer. Spitzenreiter ist Geiersberg (OÖ) mit knapp 13 Prozent.
In 18 Gemeinden beträgt die Lohnlücke weniger als ein Prozent. Dazu zählen vier Wiener Bezirke. Generell fällt der Unterschied in Städten geringer aus als auf dem Land. Eine Ausnahme ist die Wiener Innere Stadt mit 15 Prozent. Für die Berechnungen wurden die mittleren Nettojahreseinkommen von Vollzeitbeschäftigten verglichen.