Kurz auf eine Mauer setzen, den Blick aufs Meer genießen oder einfach durchschnaufen? Im italienischen Nobel-Badeort Portofino kann genau das richtig ins Geld gehen. Die Gemeinde hat strenge Regeln für das Verhalten im Zentrum erlassen – und Verstöße können teuer werden.
Wer sich in bestimmten Bereichen niederlässt oder länger verweilt, muss im schlimmsten Fall mit einer Geldstrafe von bis zu 500 Euro rechnen.
Das Verbot gilt vor allem in der zentralen Piazzetta und den umliegenden Straßen. Laut Verordnung ist es untersagt, dort auf Straßen, Plätzen oder Gehwegen zu sitzen oder zu liegen. Auch Mauern und bestimmte öffentliche Flächen fallen unter die Einschränkungen.
Die Gemeinde sieht einen Strafrahmen zwischen 25 und 500 Euro vor. Wichtig dabei: Die Höchststrafe gilt nicht automatisch fürs bloße Sitzen. Vielmehr handelt es sich um den allgemeinen Bußgeldrahmen der Verordnung – je nach Situation und Verstoß kann die Strafe unterschiedlich hoch ausfallen.
Portofino zählt zu den beliebtesten Urlaubsorten Italiens und kämpft vor allem im Sommer mit Besucheransturm. Die Gemeinde will mit den Maßnahmen den Durchgang erleichtern, überfüllte Plätze vermeiden und das malerische Ortsbild schützen.
Zudem soll verhindert werden, dass größere Gruppen sensible Bereiche blockieren oder sich lange an Engstellen aufhalten.