Der Markt mit Wohnungen und Häusern ist in Wien wieder stark in bewegung. Im ersten Halbjahr 2026 wurden in der Bundeshauptstadt 11.114 Immobilienverkäufe im Grundbuch eingetragen. Das sind um 12,9 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2025, zeigt der aktuelle ImmoSpiegel von REMAX Austria.
Noch deutlicher fällt der Sprung beim Geld aus: Der Wert der verkauften Immobilien kletterte binnen eines Jahres um 29,1 Prozent auf 5,41 Milliarden Euro. Das sind satte 1,22 Milliarden Euro mehr als noch im ersten Halbjahr 2025.
Besonders auffällig ist die Entwicklung in der Inneren Stadt. Dort hat sich der Immobilienumsatz innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt: von 194 auf 405 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 109 Prozent. Und auch in anderen Bezirken ging es steil bergauf.
In der Leopoldstadt stieg der Umsatz um 80,8 Prozent auf 496 Millionen Euro, Floridsdorf legte um 78,2 Prozent auf 447 Millionen Euro zu. In Favoriten waren es 438 Millionen Euro und damit um 72,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Neubau verzeichnete mit einem Plus von 68,1 Prozent ebenfalls einen kräftigen Sprung.
Doch nicht überall klingelten die Kassen stärker. Simmering verzeichnete einen Rückgang um 46,3 Prozent auf 155 Millionen Euro, in Ottakring sank der Immobilienumsatz um 43,4 Prozent auf 120 Millionen Euro. Auch in Josefstadt ging es um 21,3 Prozent auf 49 Millionen Euro zurück.
Bei der Zahl der Verkäufe bleibt die Donaustadt das Wiener Schwergewicht: 1.395 Immobilien wechselten im ersten Halbjahr den Besitzer. Dahinter folgt Favoriten mit 1.047 Verkäufen. Floridsdorf kommt mit 925 Verbücherungen auf Platz drei.
REMAX führt den Aufschwung unter anderem auf das Auslaufen der temporären Gebührenbefreiungen für viele private Grundbuchseintragungen, die Gewöhnung an das Zins- und Inflationsniveau sowie Nachholeffekte zurück. Bernhard Reikersdorfer von REMAX warnt allerdings vor einem Problem: "Auch wenn die Neubaurate viel zu gering ist und dies die Preise unnötig antreibt, wie wir schon seit geraumer Zeit warnen."