Nach 40 Jahren

Irak setzt bei WM-Rückkehr auf Drittliga-Stürmer

Zum ersten Mal seit 1986 hat sich der Irak wieder für eine Weltmeisterschaft qualifiziert. Die Hoffnungen ruhen nun auf Stürmer Ali Al-Hamadi.
Sport Heute
20.05.2026, 22:24
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Der Trainer

Graham Arnold prägte eine Ära als Coach in Australien, doch ihm genügte kaum ein Jahr, um im Irak Legendenstatus zu erreichen. Arnold, erst seit Mai 2025 Nationaltrainer, führte das Team zur ersten WM-Teilnahme seit 1986. Für Arnold ist die Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada seine zweite als Cheftrainer. 2022 meisterte er mit Australien die Vorrunde, dann folgte im Achtelfinale das Aus gegen den späteren Weltmeister Argentinien. Von der französischen Sportzeitung L'Equipe wurde er zum Trainer des Turniers gekürt, und auch jetzt wird es wieder auf Arnolds Expertise ankommen. Die Gruppe I mit den Gegnern Frankreich, Norwegen und Senegal hat es in sich, der Irak ist krasser Außenseiter.

Der Star

Ali Al-Hamadi erzielte im Play-off-Finale gegen Bolivien das wichtige 1:0. Der Stürmer, der die Saison 2025/26 auf Leihbasis beim englischen Drittligisten Luton Town verbrachte, hat nach Angaben des Portals Transfermarkt.at den höchsten Marktwert. Zwei Millionen Euro soll Al-Hamadi wert sein, er ist bei seinem Klub aber höchstens Ergänzungsspieler und kommt nur sporadisch zum Einsatz. Fürs Nationalteam ist er ungleich wichtiger.

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Das Besondere

Die Geschichte hinter der ersten WM-Teilnahme des Irak seit 40 Jahren ist besonders, schließlich war bereits die Anreise zum entscheidenden Quali-Spiel nach Mexiko gegen Bolivien höchst kompliziert. Wegen der durch den Nahost-Krieg verursachten Sperre des Luftraums in der Golfregion startete das Team von Bagdad aus mit einer Überlandfahrt nach Jordanien, insgesamt drei Tage war die Mannschaft nach Mexiko unterwegs. Doch die historische Chance gegen die Südamerikaner ließ alle Strapazen vergessen, am Ende sicherte sich der Irak das 48. und somit letzte WM-Ticket. "Wir wollen bei der Weltmeisterschaft etwas leisten, was niemand von uns erwartet. Lasst uns die Welt schocken", sagte Graham.

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