Todesurteil vollstreckt

Iran richtet 2 Männer wegen "Spionage für Israel" hin

Im Iran sind zwei Männer wegen angeblicher Spionage für Israel hingerichtet worden. Es sind die jüngsten Exekutionen seit Beginn des Krieges.
André Wilding
03.08.2026, 09:19
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Im Iran sind zwei Männer wegen angeblicher Spionage für Israel hingerichtet worden. Omid Behsad und Pouria Safvat seien am Montagmorgen gehängt worden, teilte das Justizportal Misan mit. Es handelt sich um die jüngsten in einer Reihe von Hinrichtungen wegen mutmaßlicher Spionage seit Beginn des Krieges mit Israel und den USA Ende Februar.

Nach Darstellung der iranischen Justiz hatten die Männer dem israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad Koordinaten sensibler militärischer Einrichtungen und Sicherheitsstandorte übermittelt.

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"Zusammenarbeit mit dem zionistischen Regime"

Die beiden Männer seien wegen "Spionage und Zusammenarbeit mit dem zionistischen Regime" verurteilt worden. Angaben zum Zeitpunkt ihrer Festnahme und zu ihrem Prozess machte Misan nicht.

Nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens bezogen sich die Vorwürfe sowohl auf den derzeitigen Krieg als auch auf den zwölftägigen Krieg vom Juni 2025. Der aktuelle Krieg hatte am 28. Februar mit massiven Angriffen der USA und Israels auf den Iran begonnen.

1.639 Menschen hingerichtet

Menschenrechtsgruppen zufolge vollstreckt nur China mehr Todesurteile als der Iran. Nach Angaben von Iran Human Rights (IHR) und Gemeinsam gegen die Todesstrafe (ECPM) wurden im Jahr 2025 mindestens 1.639 Menschen hingerichtet – so viele wie seit 1989 nicht mehr.

Amnesty International hatte in der vergangenen Woche eine "Eskalation" der Hinrichtungen beklagt.

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