US-Kongresswahlen

Iran verspottet Trump nach Midterm-Debakel

Nach dem Erdrutschsieg der Demokraten bei den Midterms jubelt man in Teheran. Der "Zusammenbruch der USA" habe sich beschleunigt.
05.11.2026, 09:20
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Die schwere Niederlage der Republikaner bei den US-Kongresswahlen sorgt im Iran für Häme. Iranische Regierungsvertreter verspotten US-Präsidenten Donald Trump und feiern das Wahlergebnis als Zeichen für den Niedergang der Vereinigten Staaten.

"Der Prozess des Zusammenbruchs der USA hat sich beschleunigt", erklärte ein hochrangiger Vertreter der Revolutionsgarden. Die USA wurden dabei als "Großer Satan" bezeichnet, dem man sich niemals beugen werde.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Wie es bei der "New York Post" heißt, warnte der Chefverhandler Irans, dass Teheran mit einem "Alptraum" antworten werde, sollte die US-Regierung den Willen des Volkes verraten.

Auch Berater der Revolutionsgarden drohten mit "neuen Waffen" und einer "neuen Doktrin" bei möglichen US-Angriffen.

US-MidtermsUS Midterm Elections

Live
Demokraten Republikaner
Noch offen Nicht zur Wahl

RepräsentantenhausUnterhaus

Vor der WahlZuvor: 214 D – 218 R · 435 Sitze zur Wahl
0 D 0 R
218 für Mehrheit 0 435

Senat

Vor der WahlZuvor: 47 D – 53 R · 35 Sitze zur Wahl
34 D 31 R
34
31
51 für Mehrheit 0 100

Vize schiebt Schuld auf Iran-Krieg

Der iranische Jubel kommt nicht von ungefähr: Vizepräsident J. D. Vance machte selbst den Krieg mit dem Iran für die Wahlschlappe verantwortlich. "Der Grund, warum wir verloren haben, ist der Krieg", schrieb er auf der Plattform X.

Iranische Staatsmedien spotteten auch direkt über Trump: "Trump scheiterte beim Regimewechsel im Iran, aber er hatte Erfolg in Texas" – eine Anspielung auf den Verlust traditionell republikanischer Hochburgen. Trotz der Feierstimmung gibt es in Teheran aber auch Sorgen: Trump könnte nach der Niederlage mit beschleunigten Militärschlägen reagieren.

Der US-Präsident hat bisher betont, der Diplomatie den Vorrang zu geben und nur anzugreifen, wenn der Iran die Friedensverhandlungen nicht ernst nehme.

red, 05.11.2026, 09:20