Mit seinem Wahlsieg in Michigan hat sich der Demokrat Abdul El-Sayed einen Platz im US-Senat gesichert. Doch statt sich bei seiner Siegesrede nur feiern zu lassen, rechnete er mit seinem republikanischen Gegner Mike Rogers und US-Vizepräsident J. D. Vance ab.
An Rogers richtete er deutliche Worte: "Mike, genieß deinen Ruhestand! Ich weiß, du hast ein Haus in Florida und zwei Yachten. Du hast dich für Hass entschieden, Michigan hat sich für Hoffnung entschieden. Mögen wir in diesem Bundesstaat nie wieder jemanden wie dich sehen müssen."
Auch der US-Vizepräsident blieb nicht verschont. "J. D., Habibi, es liegt eine köstliche Ironie darin, dass du verfassungsrechtlich dazu verpflichtet bist, mich im Januar in mein Amt einzuführen. Ihr wisst also, was das bedeutet: Wolverine eins, Buckeye null."
Damit griff El-Sayed einen früheren Streit auf. Vance hatte ihn im Wahlkampf als "kleines Wiesel" bezeichnet und ihm vorgeworfen, Amerika zu hassen. Der Demokrat konterte damals, er sei ein "verdammter Wolverine". Gemeint ist die sportliche Rivalität zwischen den Michigan Wolverines und den Ohio State Buckeyes. Vance hat eine Verbindung zur Universität in Ohio.
Auch landesweit mussten die Republikaner eine schwere Niederlage hinnehmen. Die Demokraten eroberten bei den Zwischenwahlen die Mehrheit in beiden Kongresskammern. Für US-Präsident Donald Trump ist das ein deutlicher Rückschlag.
Vor allem die steigenden Preise und die Unzufriedenheit mit Trumps Politik prägten den Wahlkampf. Den Demokraten gelangen dabei auch Siege in Bundesstaaten, in denen sie seit Jahrzehnten nicht mehr erfolgreich gewesen waren.