Das gab es noch nie in den USA

Erster Muslim zieht in US-Senat ein – er hasst Israel

Die Midterms bringen zahlreiche Premieren: So ziehen ein Muslim und eine indigene Frau in den Senat ein. Auch ein offen homosexueller Kandidat siegte.
04.11.2026, 10:31
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Diese Wahl geht in die Geschichtsbücher ein. Bei den US-Midterms in der Nacht auf Mittwoch haben die Demokraten nicht nur zahlreiche Siege in republikanischen Hochburgen eingefahren. Auch bei der Besetzung wichtiger politischer Ämter gibt es historische Premieren. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, wurden in mehreren Bundesstaaten politische Grenzen durchbrochen, die teils seit Jahrzehnten bestanden.

Laut der "New York Times" konnten die Demokraten in mindestens sechs Bundesstaaten erstmals seit Jahrzehnten wieder einen Sitz im US-Senat gewinnen. Doch auch abseits der politischen Machtverhältnisse sorgt die Wahl für Aufsehen.

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Erstmals schwarze Frau als Gouverneurin

Eine der größten Sensationen gelang Keisha Lance Bottoms in Georgia. Die Demokratin wird als erste schwarze Frau in der Geschichte der USA Gouverneurin eines Bundesstaates. Gleichzeitig ist sie die erste Frau überhaupt an der Spitze Georgias.

Auch in anderen Bundesstaaten gibt es Premieren: In Texas wurde die Demokratin Gina Hinojosa zur ersten Gouverneurin mit lateinamerikanischen Wurzeln gewählt.

In Florida übernimmt mit dem Republikaner Byron Donalds erstmals ein schwarzer Politiker das Gouverneursamt. In Wisconsin gelang dem Demokraten David Crowley dieselbe Premiere. Damit werden laut NBC News erstmals mehrere gewählte schwarze Gouverneure gleichzeitig in den USA amtieren.

US-MidtermsUS Midterm Elections

Live
Demokraten Republikaner
Noch offen Nicht zur Wahl

RepräsentantenhausUnterhaus

Vor der WahlZuvor: 214 D – 218 R · 435 Sitze zur Wahl
0 D 0 R
218 für Mehrheit 0 435

Senat

Vor der WahlZuvor: 47 D – 53 R · 35 Sitze zur Wahl
34 D 31 R
34
31
51 für Mehrheit 0 100

Indigene Frau schafft historischen Sieg

Auch in New Mexico wurde Geschichte geschrieben. Die Demokratin Deb Haaland wird die erste indigene Gouverneurin in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Die frühere US-Innenministerin hatte bereits als erste indigene Frau an der Spitze eines Ministeriums für Aufsehen gesorgt.

Eine weitere Premiere gelang Peggy Flanagan in Minnesota. Die Demokratin wurde als erste indigene Frau überhaupt in den US-Senat gewählt.

In Minnesota gibt es noch einen historischen Erfolg: Mit Amy Klobuchar übernimmt erstmals eine Frau das Gouverneursamt. Dasselbe gelingt der Republikanerin Marsha Blackburn im traditionell konservativen Tennessee.

Erster Muslim zieht in US-Senat ein

Für besonderes Aufsehen sorgt der Wahlsieg von Abdul El-Sayed in Michigan. Der 42-jährige Demokrat mit ägyptischen Wurzeln wird der erste Muslim in der Geschichte der USA, der im Senat sitzt.

El-Sayed hatte sich im Wahlkampf unter anderem für ein Ende der US-Hilfen für Israel, eine Krankenversicherung für alle und die Abschaffung der umstrittenen Einwanderungsbehörde ICE ausgesprochen. US-Präsident Donald Trump hatte ihn wiederholt scharf attackiert.

Auch in New Hampshire fällt eine jahrzehntelange Hürde: Der Demokrat Chris Pappas wird als erster offen homosexueller Mann in den US-Senat einziehen.

Gleich drei schwarze Frauen im Senat

Mit dem Wahlsieg der Demokratin Juliana Stratton in Illinois wird zudem ein weiterer Rekord aufgestellt: Erstmals werden drei schwarze Frauen gleichzeitig dem US-Senat angehören.

Die historischen Erfolge verteilen sich dabei auf beide großen Parteien. Während die Demokraten die meisten dieser Premieren für sich verbuchen können, schreiben auch die Republikaner in Florida und Tennessee Geschichte.

red, 04.11.2026, 10:31
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