US-Kongresswahlen

"Mein Veto einlegen" – Trump fetzt sich mit Demokraten

Nach den US-Kongresswahlen zeigt sich Donald Trump gesprächsbereit. Gleichzeitig kündigt er aber Widerstand gegen Pläne der Demokraten an.
04.11.2026, 07:39
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Erst heftige Attacken, jetzt plötzlich versöhnliche Worte! Nach den US-Zwischenwahlen schlägt Präsident Donald Trump gegenüber seinen politischen Gegnern einen überraschend freundlichen Ton an. Der Republikaner kündigt an, den Ausgang der Wahl anzuerkennen und künftig auch mit den Demokraten zusammenzuarbeiten.

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Demokraten Republikaner
Noch offen Nicht zur Wahl

RepräsentantenhausUnterhaus

Vor der WahlZuvor: 214 D – 218 R · 435 Sitze zur Wahl
0 D 0 R
218 für Mehrheit 0 435

Senat

Vor der WahlZuvor: 47 D – 53 R · 35 Sitze zur Wahl
34 D 31 R
34
31
51 für Mehrheit 0 100

"Wir werden mit den Demokraten zusammenarbeiten und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihnen", erklärte Trump in der Nacht gegenüber der "New York Times".

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Dabei sieht der US-Präsident durchaus Möglichkeiten für gemeinsame politische Vorhaben. Eine Kooperation sei "in vielen Punkten" denkbar, betonte er. Ausdrücklich nannte Trump dabei auch das Thema Einwanderung.

Trump überrascht mit Lob für Gegner

Bemerkenswert ist vor allem, dass der Republikaner seinen politischen Konkurrenten sogar Anerkennung zollt. "Die Demokraten haben gute Arbeit geleistet", räumte Trump laut der Nachrichtenagentur Reuters ein.

Ganz ohne Drohung ging es allerdings nicht. Denn der Präsident stellte gleichzeitig klar, dass er nicht jeden politischen Vorstoß seiner Gegner mittragen werde. "Die Demokraten werden verrückte Vorschläge einbringen, und ich werde mein Veto einlegen", kündigte er an.

Auch über die Gründe für den Wahlausgang äußerte sich Trump. Seiner Einschätzung nach habe der Iran-Krieg zumindest teilweise zum Ergebnis beigetragen.

Heftige Attacken vor Wahl

Die neuen Töne stehen in deutlichem Gegensatz zu Trumps Aussagen zu Beginn der Kongresswahlen. Damals hatte er die Demokraten bei einem Auftritt in Washington noch scharf angegriffen.

"Die Demokratische Partei hat die extremste und gefährlichste Liste von Kandidaten in der amerikanischen Geschichte nominiert", wetterte der US-Präsident in seiner Rede. Auch während des Urnengangs teilte Trump gegen seine politischen Gegner aus. Auf seiner Plattform Truth Social beschimpfte er Linke als radikal, gefährlich und dumm.

Nach der Wahl zeigt sich der Präsident nun zumindest teilweise kompromissbereit. Seine angekündigten Vetos machen allerdings deutlich, dass die Zusammenarbeit mit den Demokraten nicht ohne Konflikte ablaufen dürfte.

wil, 04.11.2026, 07:39