Mit christlichen Botschaften und einem ungewöhnlichen Wahlkampf hat James Talarico (37) geschafft, was den Demokraten in Texas seit fast vier Jahrzehnten nicht mehr gelungen ist. Der 37-Jährige gewinnt die Senatswahl im konservativen US-Bundesstaat und sorgt damit für einen historischen Machtwechsel.
Besonders bemerkenswert ist dabei seine politische Strategie. Talarico, der ein protestantisches Priesterseminar besucht hat, versuchte gezielt, auch republikanische Wähler auf seine Seite zu ziehen, die von US-Präsident Donald Trump enttäuscht sind.
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Im Wahlkampf verband der Demokrat religiöse Botschaften mit wirtschaftspopulistischen Forderungen. Statt die politischen Gräben weiter zu vertiefen, stellte er Gemeinsamkeiten und gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Mittelpunkt.
Bei Donald Trump kam das offenbar nicht gut an. Der US-Präsident griff Talarico persönlich an und verpasste ihm den Spottnamen "Talafreako".
Damit nicht genug: Trump verbreitete auch unwahre Behauptungen über seinen politischen Gegner. So stellte er Talarico als Veganer dar, der texanische Steaks verabscheue und Gott für ein Transgender-Wesen halte.
Am Ende konnte sich der 37-Jährige dennoch durchsetzen und den Demokraten einen historischen Wahlerfolg in Texas bescheren.