Die iranische Armee hat mit Angriffen auf die US-Streitkräfte gedroht, sollten diese in die Straße von Hormus einfahren. "Jede ausländische Streitkraft und besonders das aggressive US-Militär" werde angegriffen, wenn sie beabsichtige, sich der Meerenge zu nähern oder in sie einzufahren, ließ Ali Abdollahi vom iranischen Zentralkommando am Montag im staatlichen iranischen Sender Irib erklären.
US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, die US-Marine wolle am Montag damit beginnen, in der Straße von Hormus festsitzende Schiffe heraus zu "geleiten".
Vor diesem Hintergrund hat der französische Präsident Emmanuel Macron ein "abgestimmtes" Vorgehen der USA und des Iran bei der Wiedereröffnung der Meerenge gefordert. Macron kritisierte bei seiner Ankunft zum Gipfeltreffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) in Eriwan den "unklaren" Rahmen der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Militäraktion.
Seit Inkrafttreten einer Waffenruhe Anfang April kommen die Bemühungen zur Beendigung des Konflikts nicht voran. Gut zwei Monate nach Beginn des Iran-Kriegs wächst damit die Sorge vor einer erneuten Eskalation.
Beim EPG-Gipfel in der armenischen Hauptstadt beraten mehr als 40 Staats- und Regierungschefs unter anderem über die Kriege im Iran und der Ukraine. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat seine Teilnahme abgesagt. Er wird in Eriwan von Macron vertreten.