Für Heimir Hallgrimsson steht nach zwei außergewöhnlichen Wochen fest: Eine Wiederholung der Duelle zwischen Irland und Israel soll es aus seiner Sicht nicht geben. Nach dem 1:1 in der Nations League richtete der Isländer einen deutlichen Appell an den europäischen Fußballverband.
"Die UEFA muss eingreifen und etwas unternehmen", sagte Hallgrimsson dem irischen Sender RTÉ. Auf die Frage, ob beide Nationen künftig bei Auslosungen getrennt werden sollten, antwortete er klar, dass sie nicht mehr aufeinandertreffen sollten. Die Entscheidung liege allerdings bei der UEFA.
Bereits im Vorfeld hatten die beiden Nations-League-Partien für Diskussionen gesorgt. Irlands als Heimspiel angesetztes Rückspiel fand nicht in Dublin, sondern im serbischen Backa Topola statt. Die Partie wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen.
Auch innerhalb des irischen Teams hinterließ die Situation Spuren. Ersatzkeeper Gavin Bazunu hatte sich gegen eine Teilnahme an den beiden Partien gegen Israel entschieden. Rund um die Begegnungen gab es zudem Debatten über politische Gesten der irischen Mannschaft.
Hallgrimsson zeigte sich nach dem Rückspiel erleichtert, dass die beiden Begegnungen vorbei sind. Er wünsche "keiner Nationalmannschaft", eine vergleichbare Situation durchmachen zu müssen.
Der 59-Jährige übte allerdings auch Selbstkritik. Bereits vor den Spielen hatten eigene Aussagen von ihm zusätzliche Diskussionen ausgelöst. Hallgrimsson räumte später ein, dass es nicht klug gewesen sei, mit seinen persönlichen Ansichten selbst für Schlagzeilen zu sorgen.
Sportlich endete das zweite Duell 1:1. Troy Parrott brachte Irland per Elfmeter in Führung, Israels Kapitän Dor Peretz glich kurz nach der Pause aus. Irland liegt damit vor dem abschließenden Nations-League-Doppel im November drei Punkte hinter Tabellenführer Österreich.