In Süditalien wird der berühmte Büffelmozzarella knapp. Ein Streik der Lkw-Fahrer gegen hohe Dieselpreise bringt die Produktion zum Erliegen. Allein am Mittwoch entstand im Großraum Neapel ein Schaden von bis zu drei Millionen Euro.
Rund eine Million Liter Büffelmilch konnten nicht verarbeitet werden, weil die Lieferungen zu den Molkereien ausblieben. Für die Bauern wird die Zeit knapp: Beim geschützten "Mozzarella di Bufala Campana DOP" muss die Milch innerhalb von 60 Stunden verarbeitet werden.
"Diese Blockade hat daher offensichtlich Panik unter den Landwirten ausgelöst, die sich nun fragen: 'Wohin sollen wir mit der Milch?'", erklärt Pier Maria Saccani vom zuständigen Schutzkonsortium.
Auch fertiger Mozzarella lässt sich nicht unbegrenzt lagern. Mehrere Betriebe mussten deshalb vorübergehend schließen. Saccani spricht von einem "vollständigen Produktionsstillstand".
Der Streik sorgt auch andernorts für Engpässe. Supermarktregale bleiben leer, Tankstellen fehlt der Sprit. Die Regierung von Giorgia Meloni beriet am Donnerstag in einer außerordentlichen Sitzung über mögliche Hilfen für die Transportbranche und Landwirtschaft.