Jagddrama in Kärnten: Ein Jäger (38) stürzte am Sonntagvormittag samt erlegter Beute 200 Meter durch felsdurchsetztes Gelände ab und wurde dabei schwer verletzt. Sein Sohn (15) konnte die Rettungskräfte alarmieren – es folgte ein Großeinsatz.
Zuvor war das Vater-Sohn-Duo auf der Blekowa in Finkenstein unterwegs. Von einem Hochsitz aus hatten sie dann ein Wildtier geschossen. Der Ort an dem das erlegte Tier lag, war jedoch steil und von Schnee bedeckt, weshalb sich der 38-Jährige dazu entschied, die Beute ohne seinen Sohn aufzubrechen und zu holen, hieß es gegenüber der "Kleinen Zeitung" seitens der Polizei.
So stieg er alleine über den Hang zum Tier ab. Danach wollte der Jäger das Wildtier auf seinen Schultern hochtragen. Dabei sei er ins Rutschen geraten und abgestürzt. Der 38-Jährige blieb nach dem Absturz glücklicherweise bei Bewusstsein und rief seinen Sohn an. Der 15-Jährige setzte dann einen Notruf ab.
Die Bergung stellte sich für die Einsatzkräfte jedoch herausfordernd dar. Es war anfangs nicht klar, ob der Hubschrauber aufgrund des Nebels fliegen könne. So machten sich die Bergretter zu Fuß und per Auto auf dem Weg zur Unfallstelle.
Erst gegen 10.20 Uhr konnte der Hubschrauber dann abheben. In weiterer Folge rückten zwei Notarteams aus. Auch der Polizeihubschrauber "Libelle Lima" transportierte weitere Einsatzkräfte. Schlussendlich erfolgte die Bergung des 38-Jährigen per Tau. Der Rettungshubschrauber C11 brachte den Schwerverletzten in ein Krankenhaus.