Nach einem tödlichen Jagdunfall im südsteirischen Gabersdorf hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen zwei Jäger erhoben. Ihnen wird grob fahrlässige Tötung vorgeworfen.
Der Vorfall ereignete sich Ende Jänner in einem Waldgebiet, als drei Jäger nach einem gemeinsamen Jagdausflug ein erlegtes Wildschwein verluden. Dabei kam es zu einer folgenschweren Waffenübergabe zwischen zwei Beteiligten, wie der ORF berichtet.
Laut Ermittlungen wurde ein geladenes und ungesichertes Gewehr weitergegeben, ohne zu überprüfen, ob die Waffe gesichert war. Einer der Männer war zudem leicht alkoholisiert. In der Folge löste sich ein Schuss.
Das Projektil traf einen 42-jährigen Jäger im Bereich von Hals und Kiefer. Trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen erlag der Mann noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen.
Die Anklage wirft den beiden Beschuldigten vor, grundlegende Sicherheitsvorschriften im Umgang mit Schusswaffen missachtet zu haben. Dazu zählt unter anderem der Umgang mit einer geladenen Waffe sowie unzureichende Kontrolle bei der Übergabe. Ein Termin für die Gerichtsverhandlung steht derzeit noch nicht fest.