Heftige Kritik

Jede 4. Wohnung nicht gebaut! "Stadt muss gegensteuern"

In Wien gibt es deutlich weniger Neubauten als geplant. FPÖ und Grüne schlagen Alarm, sparen nicht mit Kritik an der Stadtregierung.
Wien Heute
09.06.2026, 16:44
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Der aktuelle Neubaubericht über den Wiener Wohnungsmarkt lässt nun die Alarmglocken schrillen. Statt der ursprünglich erwarteten 12.600 Wohnungen sollen heuer nur rund 9.400 Wohneinheiten fertiggestellt werden. Damit wird laut dem Bericht etwa jede vierte geplante Wohnung nicht gebaut – wir berichteten.

"Entwicklung als Warnsignal"

"Diese Entwicklung ist ein Warnsignal, das die rot-pinke Stadtregierung endlich ernst nehmen muss", so FP-Wohnbausprecher Michael Niegl. "Wenn immer weniger Wohnungen gebaut werden, wird leistbarer Wohnraum zwangsläufig knapper und teurer. Die Leidtragenden sind die Wiener Familien, die ohnehin bereits unter steigenden Wohn- und Lebenshaltungskosten leiden."

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"Stadt muss gegensteuern"

Die Freiheitlichen fordern einen stärkeren Ausbau des gemeinnützigen Wohnbaus. "Wenn der private Wohnbau aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen zurückgeht, muss die Stadt gegensteuern und den gemeinnützigen Wohnbau massiv ausbauen. Nur so kann langfristig sichergestellt werden, dass leistbare Wohnungen für die Wiener Bevölkerung verfügbar bleiben. Wohnen darf nicht zum Luxusgut werden. Die Stadt muss jetzt handeln und den gemeinnützigen Wohnbau zur Priorität machen, anstatt tatenlos zuzusehen, wie sich die Wohnungskrise weiter verschärft", meint Niegl.

Zu wenig leistbare Wohnungen

Alarm schlagen auch die Wiener Grünen. Klubobmann Georg Prack spricht von einem deutlichen Rückgang beim sozialen Wohnbau seit Beginn der rot-pinken Regierungszusammenarbeit. "Seit Rot-Pink in Wien regiert, gibt es einen alarmierenden Rückgang beim sozialen Wohnbau. Die Wiener SPÖ ruht sich auf längst vergangenen Lorbeeren aus und sieht untätig dabei zu, wie Wien auf eine Wohnungsknappheit zusteuert", kritisiert Prack. "Entscheidend ist die Zahl der neuen Wohnungen, die leistbar sind – und diese ist seit Jahren viel zu niedrig."

"Budgetlöcher stopfen"

Besonders kritisch sehen die Grünen den Umgang mit den Wohnbauförderbeiträgen. "Die Stadtregierung sollte die Mittel der Wohnbauförderung für gemeinnützigen und kommunalen Wohnbau verwenden, statt die erhöhten Beiträge zum Stopfen rot-pinker Budgetlöcher zu verwenden", fordert Prack.

Grüne für Leerstandsabgabe

Zudem erneuern die Grünen ihre Forderung nach einer Leerstandsabgabe. Laut Prack könnten dadurch ungenutzte Wohnungen rascher auf den Markt gebracht werden. Der Bedarf liege bei mindestens 50.000 zusätzlichen Wohnungen bis 2030. Gleichzeitig gehen Schätzungen der Statistik Austria davon aus, dass zwischen 80.000 und 100.000 Wohnungen leer stehen. "Die SPÖ weigert sich, eine Leerstandsabgabe einzuführen, sieht der Verteuerung der Wohnkosten lediglich staunend zu und lässt Immo-Haie weiterhin gewähren. Das ist Gift für den Wiener Wohnungsmarkt."

VP-Kritik an Stadtregierung

Die aktuelle Debatte rund um die Wohnbaumilliarde des Bundes zeige einmal mehr die wohnungspolitischen Versäumnisse der Wiener SPÖ-Neos-Stadtregierung, meint die ÖVP Wien. Während leistbarer Wohnraum in Wien immer knapper werde, würden Millionenbeträge aus dem Wohnbaupaket des Bundes ungenutzt bleiben.

Bundesmittel nicht genutzt

"Von den Wien zustehenden Mitteln sind allein im Bereich der Eigentumsförderung rund 85 Millionen Euro kaum abgeholt worden. Auch hier fehlt bis heute ein konkreter Plan, wie dieses Geld endlich zu den Menschen kommt. Während leistbare Wohnungen fehlen, bleiben wichtige Mittel einfach liegen", kritisiert Wohnbausprecher Gemeinderat Lorenz Mayer.

{title && {title} } red, {title && {title} } 09.06.2026, 16:44
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