Stadt verschärft Regeln

Schutz vor Belästigung – neue Auflagen für Wiener Clubs

Mit verpflichtenden Awarenesskonzepten und speziell geschulten Ansprechpersonen soll das Nachtleben sicherer werden.
Wien Heute
09.06.2026, 15:25
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Ab 1. Juli gelten in Wien neue Vorgaben für Veranstaltungen, die das Nachtleben sicherer machen sollen. Veranstalter müssen in bestimmten Fällen künftig ein Awarenesskonzept vorlegen und sogenannte Awarenessbeauftragte benennen.

Ziel ist "sicheres Nachtleben"

"Ziel ist, dass sich alle Menschen im Nachtleben möglichst sicher und respektiert fühlen und bei Bedarf Unterstützung bekommen", sagt Stadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ), der für die Wiener Veranstaltungsbehörde verantwortlich ist.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Awareness bedeutet das Bewusstsein für Grenzüberschreitungen, Diskriminierung und Gewalt sowie konkrete Abläufe, wie bei Vorfällen reagiert wird. Das Konzept legt unter anderem Zuständigkeiten und Maßnahmen während Veranstaltungen fest.

Zusammenarbeit mit Clubs und Stadt

Die neuen Regeln wurden gemeinsam mit der Vienna Club Commission entwickelt. Eine Umfrage aus dem Jahr 2023 zeigte, dass viele Besucherinnen und Besucher im Nachtleben bereits Diskriminierung oder Übergriffe erlebt haben.

"Der Club- und Veranstaltungsbereich hat aktiv Veränderungsprozesse angestoßen und konkrete Maßnahmen entwickelt und umgesetzt", so VCC-Geschäftsführerin Martina Brunner. Zwischen 2024 und 2026 wurden zudem zahlreiche Beschäftigte im Rahmen von Workshops geschult. Auch Projekte wie "Neighbourhoods for All" am Gürtel sollen für mehr Bewusstsein sorgen.

Neue Standards ab Juli

Mit den neuen Vorgaben sollen einheitliche Standards für Veranstaltungen geschaffen werden. Unterstützungsunterlagen wie Musterkonzepte und Informationsmaterialien werden online zur Verfügung gestellt.

"Wien ist die Stadt der Frauen. Dazu gehört es, eigene Wege zu gehen, nach Lust und Laune feiern zu können und bei Veranstaltungen keine Sorgen haben zu müssen", sagt Frauenstadträtin Elke Hanel-Torsch (SPÖ). "Wien schafft jetzt einen einheitlichen Standard."

{title && {title} } red, {title && {title} } 09.06.2026, 15:25
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen