Oska spricht jetzt

"Jennis Mutter wollte..." – SIE teilt emotionale Worte

Sängerin Oska meldet sich nach dem Geständnis um Jenni S. mit einem Statement, das tief ins Herz geht.
Heute Entertainment
10.12.2025, 12:45
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Es ist ein Fall, der ganz Österreich bewegt: Im Jänner 2018 verschwand die 21-jährige Jennifer S. spurlos aus ihrer Wohnung in der Brigittenau. Erst jetzt, nach acht Jahren der Ungewissheit, führte der tatverdächtige Ex-Freund die Ermittler zu ihren sterblichen Überresten.

Der 32-jährige Österreicher hatte zuvor ein umfassendes Geständnis abgelegt. Laut Polizei soll er Jenni nach einem Streit erwürgt, entkleidet und die Leiche in einem Koffer aus der Wohnung gebracht haben.

Mutter hörte nie auf zu suchen

Die junge Frau wurde zunächst in einem Waldstück bei Großweikersdorf vergraben, später erneut auf den Truppenübungsplatz Allentsteig gebracht. Jahre der Suche, Jahre des Leidens – vor allem für Jennis Mutter, die nie aufgehört hatte, nach ihrer Tochter zu suchen.

Hilfe bei Gewalt

Wenn du von Gewalt betroffen bist oder dir Sorgen um jemanden machst, findest du hier kostenlose und anonyme Unterstützung:

Frauenhelpline
Mo–So, rund um die Uhr, anonym und kostenlos
Telefon: 0800 222 555

Männerberatung Wien
Anonym und kostenlos
Telefon: 01 603 28 28
Website: www.maenner.at/gewaltpraevention

Frauenhäuser Österreich
Informationen und Kontaktdaten: www.aoef.at

StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt
Infos & Unterstützung: www.stop-partnergewalt.at

Sängerin Oska, die 2018 bei Jennis Verabschiedung sang, reagierte nun mit einem langen, emotionalen Text auf den Fund der Leiche und die Entwicklungen im Fall. Ihre Worte lassen erahnen, wie viel Schmerz die Familie ertragen musste.

In ihrem Text, der sich über neun Seiten auf Insta erstreckt, erinnert die Sängerin an Punkte, die Gänsehaut liefern. So erzählt sie, dass es keine Beerdigung gab, weil auch keine Leiche gefunden wurde. Dadurch sah man wohl auch bei Indizien weg. "Zu wenig", meint Oska und hat dabei gar kein Verständnis.

Sie zählt dabei auf, dass der Ex-Freund nach Ko-Tropfen gegoogelt habe, Kameras im Schlafzimmer installierte, er gezielt Bilder löschte und der GPS-Sender in abgelegene Waldstücke führte. All diese Punkte und noch mehr seien für die Behörden "zu wenig" gewesen. Ihr Vorwurf ist klar: Das System hat jahrelang versagt.

In ihrer Story betont Oska: "Jennis Mutter wollte, dass ich meinen Text veröffentliche. Die heutige Pressekonferenz war für mich unerträglich."

Die Sängerin richtet sich mit ihrem Text nicht nur an Jenni, sondern auch an die Gesellschaft. Sie spricht von einem "acht Jahre anhaltenden Albtraum", den Jennis Mutter durchleben musste – allein, suchend, kämpfend.

Oska thematisiert ein Problem, das weit über diesen Fall hinausgeht: Weltweit wird alle zehn Minuten eine Frau von einem Mann getötet. Auch in Österreich ist die Zahl der Femizide seit Jahren erschreckend hoch.

Statt Frauen Selbstverteidigung beizubringen, müsse man viel früher ansetzen, schreibt sie:
"Wir müssen anfangen, Frauen zu schützen – anstatt sie sich selbst zu überlassen."

Besonders berührend ist die Passage, in der OSKA von einem Golddukaten erzählt. Einem Taufgeschenk, das Jennis Mutter ihr überließ "für schlechte Zeiten". Diesen will die Sängerin nun in Jennis Namen spenden: an eine Organisation, die Prävention leistet und junge Menschen über Gewalt, Männlichkeitsbilder und psychische Gesundheit aufklärt.

Am Ende richtet Oska persönliche Worte an die junge Frau, die sie nie kennenlernen durfte, deren Geschichte sie aber tief geprägt hat: "Jenni, wir können dich endlich beerdigen. Jenni, du kommst endlich nach Hause."

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 10.12.2025, 15:59, 10.12.2025, 12:45
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