Mitten über dem abgelegenen Zagros-Gebirge wurde eine Mission für zwei US-Soldaten plötzlich zum Überlebenskampf. Ihr F-15E-Kampfjet wurde tief im Iran getroffen – knapp ein halbes Jahr später spricht einer der beiden erstmals über den Abschuss und die dramatischen Minuten danach.
Der Soldat, der im Interview lediglich mit seinem Rufzeichen "Dude 44 Bravo" bezeichnet wird, schilderte seine Erlebnisse in der CBS-Sendung "60 Minutes". Er war als Waffensystemoffizier Teil der zweiköpfigen Besatzung, die am 3. April 2025 eine Mission weit im iranischen Gebiet flog.
Als die F-15E über dem Zagros-Gebirge im Westen des Landes unterwegs war, wurde die Maschine plötzlich getroffen. "Es fühlte sich an, als wären wir von einem Güterzug getroffen worden", erinnert sich Bravo im Gespräch mit CBS.
Nach US-Angaben traf eine schultergestützte Boden-Luftabwehrrakete den rund 30 Millionen Dollar teuren Kampfjet und beschädigte ihn schwer. Der Pilot löste daraufhin die Schleudersitze aus.
Während sich der Fallschirm des Piloten wie vorgesehen öffnete und dieser noch am selben Tag gerettet wurde, geriet Bravo in eine lebensgefährliche Situation. Sein Fallschirm war beschädigt worden.
"Mein Fallschirm wurde beim Angriff beschädigt. [Nachdem der Schleudersitz ausgelöst hatte], schaute ich nach oben und sah keinen Fallschirm – das war das Schrecklichste, was ich je gesehen habe", schildert der Waffensystemoffizier bei "60 Minutes".
Bravo schlug schließlich hart auf dem Boden auf und wurde schwer verletzt. Er erlitt Brüche im Rücken, an einem Arm und an einer Schulter. Dazu kamen ein verstauchter Knöchel sowie mehrere Schnittverletzungen an Kopf und Gesicht. Weitere Einzelheiten zu seinen Verletzungen nannten weder der Soldat noch die US-Streitkräfte.