Jetzt amtlich: 88 Menschen trotz Corona-Impfung tot

88 starben trotz Impfung an Corona, aber 2.177 starben Dank der Impfung nicht an Corona.
88 starben trotz Impfung an Corona, aber 2.177 starben Dank der Impfung nicht an Corona.picturedesk.com/APA/Helmut Fohringer
Gesundheitsminister Mückstein legt offen, wie viele Menschen trotz Corona-Impfung gestorben sind – und wie viele Todesfälle verhindert werden konnten.

Wohl nicht ganz ohne Hintergedanken wollte die FPÖ von Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) wissen, wie viele Menschen trotz Impfung gestorben sind. Vorneweg: Insgesamt wurden bisher 5.314.475 Österreicher doppelt geimpft, seit Beginn der Pandemie gab es 715.893 Infektionen (davon heuer 275.608) und 10.856 Todesfälle.

Seitdem es die Impfung gibt, also seit Jänner, sind 88 Personen an oder mit Corona gestorben, obwohl sie bereits beide Dosen erhalten haben. Davon erhielten 84 das Vakzin von Biontech/Pfizer und vier jenes von Moderna. 87 Tote waren älter als 60 Jahre, einer war jünger.

Bei AstraZeneca und Johnson&Johnson gab es keine Todesfälle, erhielten diesen Impfstoff doch hauptsächlich jüngere Menschen. Daten zur genauen Todesursache gibt es nicht.

2.200 Tote verhindert

Diese Zahl beweist, dass die Impfung wirkt, zeigen sich die Experten des Gesundheitsministeriums überzeugt. Untermauert wurde das bereits von Berechnungen der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG), die zeigten, dass allein in den Monaten Februar bis Juli 2021 österreichweit 5.790 Krankenhausaufenthalte, 2.278 Aufenthalte in Intensivstationen und 2.177 Todesfälle durch die Impfung vermieden werden konnten – "Heute" berichtete.

Das Ministerium hält dazu fest: "Die Zahlen zeigen eindeutig die hohe Effektivität der Corona-Schutzimpfung. Prinzipiell ist jedoch zu bedenken, dass es selten und vereinzelt leider auch Personen mit Vorerkrankungen gibt, bei denen die Impfung nicht oder nicht vollständig wirkt, weil das Immunsystem geschwächt oder unterdrückt ist, etwa wegen schwerer Erkrankungen oder der Einnahme bestimmter Arzneimittel."

Vergleicht man den Anteil der vollständig Geimpften mit symptomatischen Infektionen mit jenen der Ungeimpften, zeigt sich, dass die Impfung zu rund 91 Prozent vor einem schweren Verlauf schützt.

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