So viel zahlst du ab 2027

Jetzt amtlich: Auch im VOR steigen die Ticketpreise

Ab 1. Jänner 2027 werden die Öffis in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland teurer. Auch Jahreskarten und Einzelfahrten sind betroffen.
23.10.2026, 13:25
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Für Öffi-Fahrgäste in der Ostregion wird es bald wieder teurer! Der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) hebt mit 1. Jänner 2027 seine Ticketpreise um durchschnittlich 3,4 Prozent an. Betroffen sind Wien, Niederösterreich und das Burgenland. Auch die Wiener Linien ziehen bei den Preisen an.

Grund für die Erhöhung sind laut VOR die gestiegenen Personal-, Energie- und Betriebskosten. Die neuen Tarife orientieren sich an der allgemeinen Teuerung.

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Wiener Jahreskarte kostet künftig 483,10 Euro

Besonders spürbar wird die Anpassung für Fahrgäste mit einer Jahreskarte. Wer in Wien ein ganzes Jahr lang mit U-Bahn, Bim und Bus unterwegs sein möchte, zahlt ab Jänner bei Einmalzahlung 483,10 Euro.

Für Jugendliche, Senioren und Personen mit Anspruch auf eine Spezial-Jahreskarte steigt der Preis auf 310,40 Euro. Umgerechnet kostet die reguläre Jahreskarte damit rund 1,32 Euro pro Tag. Auch bei den Einzelfahrten müssen Öffi-Nutzer tiefer in die Tasche greifen. Ein digitales Ticket kostet künftig 3,10 Euro, für einen Fahrschein in Papierform werden 3,30 Euro fällig.

Wer ohne gültiges Ticket erwischt wird, muss ab Jänner ebenfalls mehr bezahlen. Die Strafe beträgt künftig 140 Euro, unabhängig davon, ob sofort oder per Zahlschein bezahlt wird. Nach einer Zahlungserinnerung werden sogar 191 Euro fällig.

Die Wiener Linien setzen weiterhin auf günstigere digitale Tickets. Einzelfahrscheine und Kurzzeittickets sind im WienMobil-Ticketshop rund fünf Prozent günstiger als in Papierform.

Auch in Niederösterreich und Burgenland steigen Preise

Nicht nur in Wien, sondern auch im Regionalverkehr werden die Tickets teurer. In Niederösterreich und dem Burgenland kostet eine Einzelfahrt in der günstigsten Tarifstufe künftig 2,40 statt 2,30 Euro. Für eine Tageskarte werden 4,70 statt 4,50 Euro fällig.

Auch auf längeren Strecken steigen die Preise. Wer von der Wiener Kernzonengrenze nach St. Pölten Hauptbahnhof fährt, zahlt ab Jänner 15 statt 14,50 Euro. Eine Fahrt von Mattersburg Brunnenplatz nach Wiener Neustadt Hauptbahnhof kostet künftig 6,10 statt 5,90 Euro.

Klimatickets werden um bis zu 34,10 Euro teurer

Besonders betroffen sind auch Besitzer von VOR-Klimatickets. Das KlimaTicket MetropolRegion, das in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland gilt, kostet ab 2027 bei jährlicher Einmalzahlung 1.053,10 Euro statt bisher 1.019 Euro. Das entspricht einer Erhöhung um 34,10 Euro.

Für Senioren und Jugendliche steigt der Preis dieses Tickets von 714 auf 738,40 Euro. Auch das KlimaTicket Region, das in Niederösterreich und dem Burgenland gilt, wird teurer. Der Vollpreis erhöht sich von 552 auf 570 Euro. Senioren und Jugendliche zahlen künftig 428 statt bisher 414 Euro.

Auch die Preise für VOR-Strecken-Jahreskarten sowie flexible 7- und 31-Tage-Tickets werden angepasst.

Ausnahme und Erleichterung

Eine gute Nachricht gibt es für Familien: Das Top-Jugendticket bleibt während des laufenden Schuljahres 2026/27 unverändert bei 101 Euro. Erst mit Beginn des Schuljahres 2027/28 im September steigt der Preis auf 103 Euro. Das reguläre Jugendticket für Fahrten zwischen Wohnort, Schule und Lehrbetrieb bleibt überhaupt unverändert bei 29,60 Euro.

Neben den höheren Preisen gibt es auch Vereinfachungen. Senioren ab 65 Jahren benötigen in Niederösterreich und dem Burgenland künftig nur noch einen amtlichen Lichtbildausweis, um den ermäßigten VOR-Tarif nutzen zu können. Die bisher zusätzlich erforderliche ÖBB Vorteilscard Senior entfällt.

Auch ordentliche Studenten unter 26 Jahren profitieren: Für die ermäßigte VOR-Monatskarte reicht ab Jänner ein gültiger Studienausweis. Eine zusätzliche ÖBB Vorteilscard Jugend ist nicht mehr notwendig.

Neue Tickets schon ab November erhältlich

Mit der Umstellung werden außerdem alle regulären Tarifanpassungen im VOR wieder auf einen gemeinsamen Termin gelegt. Statt unterschiedlicher Zeitpunkte gelten neue Preise künftig einheitlich ab 1. Jänner.

Wer sich bereits vorab um sein Ticket kümmern möchte, kann das tun: Ab 1. November 2026 sind Fahrkarten zu den neuen Tarifen erhältlich, sofern ihr Gültigkeitsbeginn frühestens am 1. Jänner 2027 liegt.

red, 23.10.2026, 13:25