In Neunkirchen ist die politische Hängepartie vorbei. Nach der Gemeinderatswahl am 31. Mai 2026 haben sich Volkspartei und SPÖ auf eine gemeinsame Arbeitsübereinkunft geeinigt. Das Ziel: Stabilität, Verlässlichkeit und ein Neustart in der Stadtpolitik.
Peter Teix (VP) bleibt Bürgermeister der Stadtgemeinde Neunkirchen. Günther Kautz (SP) übernimmt das Amt des Vizebürgermeisters und bekommt dazu das Finanzressort. Politisch ist das ein deutliches Signal: Obwohl der Volkspartei drei Stadtratssitze zustehen, gibt sie einen Sitz an die SPÖ ab.
Der Hintergrund: Das Wahlergebnis war extrem knapp. Nur neun Stimmen trennten ÖVP und SPÖ ("Heute" berichtete). Beide Parteien wollen nach turbulenten Monaten nun weg vom Gegeneinander. Teix spricht von "Ruhe, Verlässlichkeit und einer neuen politischen Kultur".
Auch Kautz betont den Stabilitätsgedanken: "Nur neun Stimmen haben uns getrennt und wir liegen damit praktisch gleichauf. Mit einer Stichwahl um das Bürgermeisteramt hätten wir allerdings die neue Periode so begonnen, wie die alte aufgehört hat – mit politischer Unsicherheit und Instabilität. Deshalb sind wir aufeinander zugegangen."
SPÖ-Obmann Andreas Reither ist optimistisch: "Entscheidend ist für uns, dass sich zentrale inhaltliche Punkte aus unserem Wahlkampf in der gemeinsamen Arbeitsgrundlage wiederfinden. Was mich besonders freut: Wir haben sehr viele inhaltliche Überschneidungspunkte gefunden. Bei den großen Fragen – von soliden Finanzen über eine lebendige Innenstadt bis hin zu Sicherheit, Jugend und Gesundheit – ziehen wir an einem Strang."
Auf der Agenda stehen nun etwa die Sanierung der Musikschule, die Weiterentwicklung des Hauptplatzes und ein Gesamtverkehrskonzept. Auch Videoüberwachung an Problemstellen mit wiederholtem Vandalismus soll weiter geprüft werden.
Für junge Menschen ist ein Jugendrat geplant. Ein Jugendraum im Sporthaus wird vorbereitet. Im Gesundheitsbereich sollen eine Gesundheitsmesse, Vorträge und bestehende Vorsorge-Angebote gestärkt werden.