Der Krieg in der Ukraine wird immer brutaler. Nun sollen sogar Kinder zu Mördern gemacht worden sein. Der Leiter der Staatsanwaltschaft von Charkiw, Juri Papuscha, berichtet gegenüber der Nachrichtenagentur Ukrinform von dem schockierenden Fall.
Demnach sei ein Mädchen von russischen Spezialdiensten für 5.000 US-Dollar (4.373,31 Euro) dazu angeheuert worden, um einen ukrainischen Nationalgardisten zu töten. Dafür habe sie sich Unterstützung von einer Freundin geholt.
So sollen die Mädchen den Soldaten in ein Hotelzimmer gelockt haben, um dort "Zeit miteinander zu verbringen". Der Nationalgardist habe sich darauf eingelassen und von den Verdächtigen einen Gift-Cocktail aus Wodka und Methadon erhalten. Diesen hätten die Mädchen zuvor von einer Paketstation abgeholt.
Laut der ukrainischen Staatsanwaltschaft sei der Vorgang von einem russischen Führungsoffizier überwacht worden. Dieser habe die Mädchen dazu angewiesen, den bereits toten Soldaten noch mittels eines Plastiksackerls und eines Kissens zu ersticken.
Die russischen Agenten sollen den Minderjährigen gesagt haben, dass sie für ihre Verbrechen nicht verfolgt werden können, da sie strafunmündig seien. Der Staatsanwaltschaft zufolge sei dies aber nicht wahr. Bei Sabotage, Terrorakten, Hochverrat oder Mord würden die Bestimmungen auch für die Mädchen gelten.
Dennoch würden alle verfahrensrechtlichen Schutzmechanismen für Minderjährige wie die Zuziehung von Psychologen eingehalten werden. Man wolle dafür sorgen, dass auch Kinder verstehen, dass sie mit Konsequenzen zu rechnen haben, wenn sie "kriminelle Befehle von russischen Spezialdiensten" ausführen, so die Staatsanwaltschaft.