Auch im rekordverdächtigen Sommer 2026 wirft die Landtagswahl (planmäßig wird in 17 Monaten gewählt) ihre Schatten voraus. In einer aktuellen Umfrage für den ORF NÖ schmilzt der Vorsprung der ÖVP auf die FPÖ auf fünf Prozentpunkte.
Johanna Mikl-Leitner hält die Schwarzen im weiten Land aber stabil bei 35 Prozent, hat mit großem Abstand die besten Persönlichkeitswerte. In "Heute" sprechen nun drei ihrer Abgeordneten unter 40 darüber, wie sie auch ihre Altersgruppe von der ÖVP überzeugen wollen:
Trotz des aktuellen Gegenwindes aus dem Bund gibt sich Florian Krumböck, Mandatar und Stadt-Vize im rot-grünen St. Pölten, kämpferisch: "Wir haben keine Angst vor der FPÖ und wollen auch keine Opfer-Politik."
Der 34-Jährige präzisiert: "Wir wollen die Bevölkerung nicht – wie die FPÖ – zum Opfer eines vermeintlichen Systems stilisieren. Wir sind auch nicht der Meinung, dass alle Probleme beim Staat richtig aufgehoben sind. Als Volkspartei glauben wir an den einzelnen Menschen. Der Staat soll Partner sein, aber nicht Vormund oder Schuldiger."
Wie sieht seine Kollegin, Marlene Zeidler-Beck (selbst Mama), den Kanzler-Sager zum Thema Kinderbetreuung ("keine Arbeit")? Die 38-Jährige sagt: "Wichtig, dass er sich entschuldigt hat. Klar ist für mich aber: Kinder großzuziehen ist herausfordernd, aber das Schönste auf der Welt. Familien als Business Case zu sehen, lehnen wir als Volkspartei ab, kümmern uns in NÖ lieber um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und haben die Kinderbetreuungsplätze massiv ausgebaut."
Besorgt die erfolgsverwöhnten NÖ-Schwarzen, dass Österreich immer mehr blau macht? Bernhard Heinreichsberger: "Wenn die Zeiten schwieriger werden, driften Strömungen nach links und rechts ab. Wir gehen als Technologieland aber nach vorne."
Das Trio unisono: "Eines ist klar: Die ÖVP muss da sein, wo die Landsleute sind – also auf Feuerwehrfesten genauso, wie am digitalen Stammtisch!"