In Niederösterreich gibt es deutlich mehr Bürgermeister als Bürgermeisterinnen: 477 gegenüber von 96. Das entspricht einem Frauenanteil von 16,75 Prozent. Aber nicht nur in Niederösterreich, sondern in ganz Österreich fällt der Anteil schlecht aus. Österreichweit liegt der Anteil nämlich nur bei 11,8 Prozent.
Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) erklärt: "Niederösterreich zeigt, dass Frauen Verantwortung übernehmen und Gemeinden erfolgreich gestalten. Dennoch ist klar: Von einer gleichberechtigten politischen Teilhabe sind wir noch entfernt."
Und weiter: "Eine lebendige Demokratie braucht die Perspektiven und Erfahrungen von Frauen auf allen politischen Ebenen. Deshalb müssen wir bestehende Hürden weiter abbauen und Frauen gezielt ermutigen, politische Verantwortung zu übernehmen."
Lisa Schallauer (ÖVP), Bürgermeisterin von Allhartsberg (Bezirk Amstetten, NÖ), ist mit 32 Jahren derzeit die jüngste Bürgermeisterin in Niederösterreich.
"Meine Motivation dieses ehrenvolle Amt auszuführen ist es, gemeinsam mit den Menschen in meiner Heimatgemeinde etwas zu bewegen und ihre Anliegen ernst zu nehmen. Ich liebe es mit den Leuten zu arbeiten und für sie da zu sein. Als Mutter von zwei Kindern weiß ich, wie wichtig ein gutes Miteinander, der Rückhalt des Partners und der Familie und eine ausgewogene Balance sind, was mir auch im Bürgermeisteramt zugutekommt", erklärt sie.
Das Land Niederösterreich bietet ein überparteiliches Politik-Mentoring-Programm für Frauen. Die Teilnehmerinnen werden dabei von persönlichen Mentorinnen begleitet. Am Programm stehen unter anderem Besuche im NÖ Landtag, im Parlament, Gespräche mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) und Landesrätin Teschl-Hofmeister und die Arbeit an eigenen Projekten.
"Politisches Engagement braucht Mut – und genau diesen Mut wollen wir stärken. Unser Mentoring-Programm zeigt seit Jahren, wie wichtig Vorbilder, Netzwerke und gegenseitige Unterstützung sind. Wenn Frauen sehen, dass andere diesen Weg erfolgreich gegangen sind, wächst auch das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten", so Teschl-Hofmeister.
Aus diesem Grund werden sie das Programm weiterführen und im nächsten Jahr erneut einen Durchgang ausschreiben.