Der Gesundheitscheck beim Bundesheer wird zunehmend auch von Frauen absolviert. Im vergangenen Jahr durchliefen 449 Frauen im Zuge ihrer Eignungsprüfung eine medizinische Untersuchung, die jener bei der Stellung von Männern entspricht.
Das geht aus einer Anfragebeantwortung von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) an die FPÖ hervor. Innerhalb weniger Jahre ist die Zahl der untersuchten Frauen damit deutlich gestiegen.
Im Jahr 2020 hatten noch 183 Frauen einen solchen Gesundheitscheck beim Bundesheer absolviert. Seither ging die Zahl schrittweise nach oben. 2023 waren es bereits 334 Frauen, 2025 schließlich 449.
Anders als Männer unterliegen Frauen in Österreich weder der Wehrpflicht noch der damit verbundenen Stellungspflicht.
Entscheiden sie sich jedoch für eine Ausbildung beim Bundesheer, werden sie zu einer Eignungsprüfung eingeladen. Teil davon ist eine medizinische Untersuchung, die mit der Stellungsuntersuchung für Männer ident ist.
Künftig könnte das Angebot für Frauen noch weiter ausgebaut werden. ÖVP, SPÖ und NEOS haben sich in ihrem Regierungsprogramm vorgenommen, die bestehenden Stellungsstraßen des Bundesheeres zu Gesundheitsstraßen weiterzuentwickeln, die auch Frauen offenstehen sollen.
Seit September 2025 arbeitet eine eigene Arbeitsgruppe an einem entsprechenden Konzept. Dabei soll geprüft werden, welches Potenzial die bestehenden Stellungsstraßen für eine solche Erweiterung bieten.