"Überbelegung, Personalnot"

Justizwache am Limit – "Bundesregierung muss handeln"

Landesrätin Susanne Rosenkranz schlägt Alarm: Seit November sei in den Haftanstalten nichts passiert – die Situation sei prekär.
Niederösterreich Heute
11.04.2026, 16:00
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Für Landesrätin Susanne Rosenkranz (FPÖ) ist die Justizwache absolut am Limit. "Warum ist seit November nichts geschehen?" Diese Frage stellt Landesrätin Susanne Rosenkranz angesichts der weiterhin angespannten Situation in Österreichs Haftanstalten.

Bereits vor Monaten hatte sie auf der Landesarbeitsreferentenkonferenz auf die prekäre Situation in den Justizanstalten hingewiesen.

"Arbeiten seit Monaten am Limit"

"Die Mitarbeiter der Justizwache arbeiten seit Monaten am Limit und stehen unter enormem Druck. Die Überbelegung der Haftanstalten und der Personalmangel bei der Justizwache verschärfen ein weiteres Problem: Obwohl jeder Strafgefangene verpflichtet ist, eine Arbeit zu verrichten, kann dies derzeit in vielen Fällen aufgrund der Unterbesetzung bei den Justizwachebeamten nicht gewährleistet werden", so Rosenkranz.

Landesrätin Susanne Rosenkranz (FPÖ)
Büro LR Rosenkranz

Dabei seien gerade die Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen ein wichtiger Hebel bei der Resozialisierung: "Wer den ganzen Tag ohne Perspektive in der Zelle sitzt, wird nicht ruhiger – im Gegenteil. Beschäftigung, Ausbildung und sinnvolle Arbeit sind der Schlüssel, um Spannungen zu reduzieren und echte Wiedereingliederung zu ermöglichen." Davon profitierten nicht nur die Häftlinge durch geringere Rückfallquoten, sondern es verbessern sich letztlich auch die Zustände in den Gefängnissen, betont die Politikerin.

"Probleme längst bekannt"

"Die Probleme sind Bundesjustizministerin Sporrer längst bekannt. Unsere Justizwache verdient nicht nur Dank und Lob, sondern konkrete Verbesserungen. Diese Bundesregierung muss endlich handeln. Die Herausforderungen werden immer komplexer – dass es dennoch an wirksamen Maßnahmen fehlt, ist nicht nachvollziehbar", so Rosenkranz abschließend.

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