Standorte werden zurückgegeben

Kaffee-Rösterei macht nach 97 Jahren endgültig dicht

Im Konkurs von Helmut Sachers Kaffee wurden 4,6 Millionen Euro an Forderungen angemeldet. Der Betrieb in NÖ und Wien ist komplett eingestellt.
Victoria Carina  Frühwirth
12.09.2026, 04:00
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Für die traditionsreiche Helmut Sachers Kaffee GmbH ist endgültig Schluss. Im Konkursverfahren fand am Dienstag die Berichts- und Prüfungstagsatzung am Landesgericht Wiener Neustadt statt.

22 Mitarbeiter betroffen

Das Konkursverfahren über die bekannte Kaffeerösterei war am 9. Juli 2026 eröffnet worden. Damals beschäftigte das Unternehmen noch 22 Mitarbeiter. Mittlerweile wurden sämtliche Dienstverhältnisse beendet und der Geschäftsbetrieb vollständig eingestellt, gibt der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) bekannt. Das Unternehmen wurde auch konkursgerichtlich geschlossen.

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Besonders bitter: Im Verfahren haben Gläubiger Forderungen von insgesamt rund 4,6 Millionen Euro angemeldet. Davon wurden rund 4,3 Millionen Euro anerkannt.

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Betrieb war schon 2017 insolvent

Die Geschichte von Helmut Sachers Kaffee reicht bis ins Jahr 1929 zurück: Gegründet wurde die Rösterei in Wien, 1988 übersiedelte der Betrieb nach Oeynhausen bei Traiskirchen. 2013 zog sich Helmut Sachers, der Sohn des Firmengründers, zurück und verkaufte das Unternehmen.

Bereits 2017 geriet die Traditionsfirma in finanzielle Turbulenzen, nachdem ein Großauftrag die Kapazitäten überfordert hatte. In einem Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung einigten sich die Gläubiger auf eine Quote von 20 Prozent, die später erfüllt wurde, der Betrieb konnte darum weitergeführt werden.

Standorte werden geräumt

In der aktuellen Pleite werden auch die Standorte abgewickelt. Die Räumlichkeiten in Wien wurden bereits geräumt und an die Vermieterin zurückgegeben. Für sie soll bereits ein Nachmieter gefunden worden sein. Auch die beweglichen Gegenstände des Unternehmens wurden bereits verwertet.

Als Nächstes soll die Zentrale in Oeynhausen (Traiskirchen, Bezirk Baden) geräumt und ebenfalls an die Vermieterin zurückgestellt werden. Wie viel Geld die Gläubiger am Ende tatsächlich zurückbekommen, ist laut AKV derzeit noch offen.

VF,12.09.2026, 04:00