Der Streit um die Gesundheitsversorgung in Niederösterreich wird immer härter. VPNÖ-Landesgeschäftsführer Matthias Zauner stellt sich jetzt frontal gegen SPNÖ-Chef Sven Hergovich und bezeichnet ihn als "Pinocchio der niederösterreichischen Landespolitik".
Zauner wirft Hergovich vor, seit Monaten mit falschen Behauptungen rund um das Rettungswesen für Verunsicherung zu sorgen: "Seine Aussage, in Niederösterreich werde bei der Gesundheit gespart, ist falsch. Tatsächlich investiert das Land 2027 und 2028 mit 558 Millionen Euro um 21 Prozent mehr in die Gesundheitsversorgung der Landsleute."
Auch der Vorwurf, Notarztstützpunkte würden ersatzlos gestrichen, sei laut Zauner falsch.
Zuletzt hatten die Rettungsorganisationen erklärt, dass die geplante Umstellung des Rettungswesens umgesetzt werden könne – "Heute" berichtete. Die ÖVP sieht sich dadurch in ihrem Kurs bestätigt.
Doch Zauner legt noch einmal nach. Besonders empört zeigt er sich darüber, dass Hergovich im Kontext der Diskussion um die Notfallversorgung im ORF NÖ-Sommergespräch den Tod einer 14-jährigen Jugendlichen in Oberösterreich erwähnte.
"Politik am Rücken verstorbener Jugendlicher zu machen, ist schäbig, letztklassig und widerlich", erklärt Zauner. An Hergovich gerichtet sagt er: "Schämen Sie sich."
Auch beim Vergleich mit der Kinderbuchfigur Pinocchio bleibt Matthias Zauner: "Hergovich ist der Pinocchio der niederösterreichischen Landespolitik. Bei Pinocchio wächst die Nase, wenn nicht die Wahrheit gesagt wird. In der Gesundheitspolitik wachsen durch falsche Behauptungen vor allem die Sorgen der Menschen."
Die SPÖ lässt die Attacke nicht auf sich sitzen. Landesgeschäftsführer Wolfgang Zwander erklärt, Kritik zwischen Parteien sei völlig legitim. Zwander: "Es ist völlig in Ordnung, wenn ÖVP-Landesgeschäftsführer Zauner Kritik an anderen Parteien übt. Das ist sein Job und das halten wir gut aus. Die Gesundheitspolitik und die Frage der Notarztstandorte sind aber viel zu ernst für Zauners Ausflug in die Welt der Kinderbücher."