Im westlichen Weinviertel steht der öffentliche Verkehr vor einem großen Umbau. Nach einer Verzögerung durch ein Nachprüfungsverfahren ist der Zuschlag für das neue Leopoldi-Gesamtangebot nun rechtskräftig. Der Betriebsstart wurde für den 5. Juli 2027 festgelegt.
Betroffen ist eine Region mit rund 70 Gemeinden. Dort sollen künftig Leopoldi-Regionalbusse und Leopoldi-Anrufsammeltaxis gemeinsam für ein deutlich dichteres Öffi-Angebot sorgen.
"Jetzt heißt es Ärmel aufkrempeln und alle Vorbereitungen für einen lückenlosen und sicheren Betriebsstart zu treffen. Unsere Fahrgäste haben sich ein starkes und vor allem zuverlässiges Angebot verdient", erklärt Niederösterreichs Verkehrslandesrat und LH-Stellvertreter Udo Landbauer (FPÖ).
Eigentlich hatte die NÖVOG den Zuschlag bereits im Juni 2026 vergeben. Ein unterlegener Bieter stellte allerdings einen Nachprüfungsantrag. Dadurch verzögerte sich die endgültige Beauftragung.
Nach der Entscheidung des Landesverwaltungsgerichts ist nun alles fix: Dr. Richard übernimmt den Bereich südlich von Hollabrunn, Frank Reisen ist für die Region nördlich von Hollabrunn zuständig.
Das neue System soll klassischen Linienverkehr mit einem flexiblen Anrufsammeltaxi verbinden. Die Regionalbusse fahren vor allem auf stark genutzten Hauptachsen sowie auf eigens auf den Schulverkehr abgestimmten Linien.
Die Anrufsammeltaxis können hingegen telefonisch oder über die Poldi-App bestellt werden. Sie fahren bedarfsgesteuert dort, wo sie tatsächlich gebraucht werden.
"Wir freuen uns irrsinnig darauf, ein modernes, flächendeckendes und bedarfsgerechtes ÖV-Angebot im westlichen Weinviertel umzusetzen", erklären die NÖVOG-Geschäftsführer Wolfgang Schroll und Michael Hasenöhrl.
Bis zum Start bleibt allerdings noch einiges zu tun. Neue Fahrzeuge müssen beschafft, Lenker geschult sowie Software und Bestellsysteme getestet werden. Auch Schulungsunterlagen werden bereits vorbereitet.
Für Fahrgäste ändert sich vorerst nichts. Bis zum 5. Juli 2027 läuft der derzeitige Linienverkehr unverändert weiter.