63 Mitarbeiter betroffen

9,5 Mio. Euro Schulden – Schlossfabrik ist insolvent

Die Hainfelder Schlosswarenfabrik Grundmann ist insolvent. 63 Mitarbeiter sind betroffen, die Schulden liegen bei rund 9,5 Millionen Euro.
Victoria Carina  Frühwirth
07.09.2026, 06:30
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Die nächste Firmenpleite trifft Niederösterreich: Die Rohrbacher Schlosswarenfabrik Wilh. Grundmann Gesellschaft mbH mit Sitz in Hainfeld (Bezirk Lilienfeld, NÖ) hat beim Landesgericht St. Pölten einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung eingebracht.

Probleme mit Lohn- und Energiekosten

Das Unternehmen erzeugt vor allem Schlösser und Türbeschläge und beliefert Groß- und Kleinkunden in ganz Österreich. Friedrich Gruber ist laut Firmenbuch Geschäftsführer und Alleingesellschafter.

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Die wirtschaftlichen Probleme haben gleich mehrere Ursachen. In den vergangenen Jahren machten der Firma vor allem stark gestiegene Lohn- und Energiekosten zu schaffen, berichtet die "Creditreform".

Fachkräftemangel belastete Betrieb

2023 wollte sich Grundmann zudem ein zweites Standbein aufbauen und übernahm die Firma Lehar, die Spirituosen produziert und abfüllt. Dafür wurde eine eigene Produktionshalle errichtet.

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Doch bei den Arbeiten traten Mängel auf. Daraus entwickelten sich gerichtliche Auseinandersetzungen. Gleichzeitig stiegen die Produktionskosten stärker als ursprünglich kalkuliert.

Auch personell geriet das Unternehmen unter Druck. Mehrere langjährige Mitarbeiter gingen in Pension. Wegen des Fachkräftemangels konnten offene Stellen nicht rasch genug mit geeignetem Personal besetzt werden.

Sanierungsplan soll vorgelegt werden

Als schließlich vereinbarte Ratenzahlungen an Großgläubiger nicht mehr eingehalten werden konnten und die Verbindlichkeiten weiter stiegen, folgte der Insolvenzantrag.

Die Zahlen zeigen das Ausmaß der Krise: Vermögenswerten von rund 7,72 Millionen Euro stehen Verbindlichkeiten von rund 9,50 Millionen Euro gegenüber. Die rechnerische Überschuldung beträgt damit rund 1,78 Millionen Euro. Insgesamt sind 63 Mitarbeiter von der Insolvenz betroffen.

Das Aus soll dennoch verhindert werden, Grundmann soll weitergeführt werden. Laut "Creditreform" soll den Gläubigern ein Sanierungsplan mit einer Quote von 20 Prozent angeboten werden.

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