Standorte vor dem Aus

Kahlschlag bei Lagerhäusern – über 100 Jobs betroffen

Job-Schock in Niederösterreich: Bei den Raiffeisen-Lagerhäusern sollen mehr als hundert Stellen wegfallen. Mehrere Standorte stehen vor dem Aus.
Newsdesk Heute
02.10.2026, 13:24
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Für mehr als hundert Beschäftigte der Raiffeisen-Lagerhäuser in Niederösterreich beginnt eine ungewisse Zeit. An mehreren Standorten ist ein großer Personalabbau geplant. Die Betroffenen wurden diese Woche über die bevorstehenden Kündigungen informiert, wie die "Krone" berichtet.

Im Fokus stehen offenbar unrentable Standorte im Industrieviertel. Konkret dürften Ternitz und Aspang vor dem Aus stehen. Unter den Betroffenen befinden sich viele langjährige Mitarbeiter.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Gewerkschaft fordert Sozialplan

"Das ist ein herber Schlag für die Betroffenen in einem ohnehin schwierigen Arbeitsmarkt", sagt Michael Pieber, Geschäftsführer der GPA Niederösterreich. Gespräche über einen Sozialplan laufen bereits. "Das ist zu begrüßen, aber jetzt braucht es rasch verbindliche Antworten seitens des Raiffeisen-Konzerns", fordert Pieber.

Kritik übt die Gewerkschaft auch an der Landespolitik. "Von einer Kündigungswelle zur nächsten zu improvisieren, ist keine Arbeitsmarktpolitik", so Pieber. Die GPA fordert eine permanente Arbeitsstiftung, die Betroffenen rasch Zugang zu Ausbildung, Umschulung und neuen beruflichen Chancen ermöglichen soll. "Das Land muss endlich vorsorgen, statt weiter hinterherzulaufen", meinen die Arbeitnehmervertreter.

Landwirtschaft unter Druck

Nach der angekündigten Schließung des Werks des Tiefkühlproduzenten Ardo in Groß-Enzersdorf sorgt damit die nächste Entwicklung im Agrarsektor für Unruhe.

NÖ-Landwirtschaftskammer-Präsident Johannes Schmuckenschlager erklärt gegenüber der "Krone": "Betriebsschließungen sind immer bedauerlich. Es zeigt sich in letzter Zeit vermehrt, dass die prekäre finanzielle Situation in der Landwirtschaft nun in den vor- und nachgelagerten Bereich Spuren hinterlässt."

Für die mehr als hundert Betroffenen richten sich die Blicke nun auf die laufenden Verhandlungen über einen Sozialplan.

red,02.10.2026, 13:24