Das Problem ist scheinbar ein großes. Eltern in Neunkirchen müssen künftig aufpassen und vor allem pünktlich kommen, wenn sie ihren Nachwuchs aus städtischen Betreuungseinrichtungen abholen.
Es gilt eine neue Regel: Wer sein Kind wiederholt und deutlich zu spät abholt, muss mit einer Strafe von zehn Euro rechnen, das berichten die Niederösterreichischen Nachrichten (NÖN). Der Gemeinderat hat die Maßnahme einstimmig beschlossen.
Die Stadt reagiert damit auf ein Problem, das – laut Verwaltung – zuletzt immer häufiger aufgetreten ist. Eltern hätten ihre Kinder teils sehr verspätet abgeholt, ohne die Betreuungseinrichtung vorher darüber zu informieren.
Das bringt vor allem die Dienstpläne durcheinander. Das Personal wird entsprechend den vereinbarten Betreuungszeiten eingeteilt, so die NÖN. Logisch: Wenn ein Kind länger bleibt als ausgemacht, kann es nicht alleine gelassen werden.
"Was natürlich eine Reihe von Problemen nach sich zieht", erklärt Stadtamtsdirektor Christof Holzer laut NÖN. Für die Stadt bedeuten diese ungeplanten zusätzlichen Stunden mehr Aufwand und höhere Kosten.
"Wir sprechen hier leider von keinen Einzelfällen", hält Holzer fest. Die zehn Euro sollen allerdings nicht automatisch bei jeder verspäteten Abholung fällig werden. Die Stadt bezeichnet die Pönale als "Verwaltungsabgabe". Eingehoben werden soll sie vor allem dann, wenn Eltern wiederholt und besonders deutlich zu spät kommen.
Auch eine rechtzeitige Information kann einen Unterschied machen. "Wenn jemand die verspätete Abholung rechtzeitig bekanntgibt, werden wir das sicher anders lösen können", sagt Holzer den NÖN. Allerdings: Viele Eltern kündigen ihr Zuspätkommen eben nicht an.