Sigi Fink erklärt Wetterlage

Kaltluftvorstoß – hier ist Österreich schon weiß

Der Winter meldet sich zurück! Im Westen Österreichs schneit es bereits auf den Bergen. Am Wochenende sind Flocken bis auf 900 Meter möglich.
22.10.2026, 07:46
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

In den Bergen Österreichs wird es wieder weiß! Während es in tieferen Lagen kräftig regnet, fällt in Vorarlberg und Tirol bereits Schnee. Meteorologe Sigi Fink berichtet von einem Kaltluftvorstoß im Westen des Landes. Am Wochenende könnten Schneeflocken sogar bis auf rund 900 Meter herunterkommen.

Auch die Österreichische Unwetterzentrale (UWZ) rechnet mit einem turbulenten Wetterverlauf. Laut Meteorologe Konstantin Brandes sorgt ein Zwischenhoch am Donnerstag zunächst für eine Wetterbesserung. Schon am Freitag erreicht jedoch die Warmfront des Orkantiefs Luise den Westen Österreichs. In der Nacht auf Samstag folgt dessen Kaltfront.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Schnee auf der Gapfohlalpe und in Ischgl

Wie Fink auf Facebook berichtet, schneit es bereits auf der Gapfohlalpe oberhalb von Laterns in Vorarlberg. Auf rund 1.600 Metern Höhe wurden dabei 0,8 Grad gemessen. Auch auf der Idalp im Tiroler Skigebiet Ischgl fällt Schnee. Dort liegt die Temperatur bei minus einem Grad.

Die kalte Luft breitet sich laut dem Meteorologen in Vorarlberg, im Tiroler Oberland und im Außerfern aus. In höheren Luftschichten erreicht sie auch den Raum Innsbruck, wo Fink gleichzeitig noch kräftigen Regen bei zwölf Grad meldete. Der Unterschied zeigt, wie stark die Temperaturen je nach Höhenlage auseinanderliegen können.

Schneefallgrenze sinkt deutlich ab

Mit der einströmenden Kaltluft sinkt die Schneefallgrenze in den westlichen Alpen. Fink rechnet in der betreffenden Nacht mit Schnee bis auf etwa 1.700 bis 1.200 Meter. Damit könnte es in höher gelegenen Tälern zumindest kurzzeitig winterlich werden.

Auch Brandes sieht in seiner UWZ-Prognose für Donnerstag zunächst Schneefall im Bergland. Besonders im zentralen Bergland stauen sich anfangs Schauer, die Schneefallgrenze liegt bei rund 1.300 Metern.

Im Laufe des Vormittags soll sich das Wetter allerdings beruhigen. Von Westen her setzt sich zunehmend trockene Luft durch, und die Sonne kommt immer häufiger zum Vorschein. Am Alpenostrand weht dabei lebhafter, in Böen teils stürmischer West- bis Nordwestwind.

Entwarnung für wichtige Passstraßen

Für Autofahrer hat Sigi Fink eine wichtige Nachricht: Auf den großen Alpenverbindungen erwartet er zunächst keinen ausgeprägten Wintereinbruch. Das betrifft ausdrücklich den Brenner, den Fernpass und die Tauernautobahn. Kurzzeitig seien dort zwar Schneeregen oder nasser Schneefall möglich.

Größere winterliche Probleme auf diesen Verkehrsverbindungen kündigt er in seiner Einschätzung jedoch nicht an. Die tatsächlichen Straßenverhältnisse können sich bei Niederschlag und sinkenden Temperaturen dennoch rasch ändern.

Freitag wird zum freundlichsten Tag

Am Freitag beruhigt sich das Wetter zunächst weiter. Laut UWZ beginnt der Tag überwiegend trocken mit einem freundlichen Sonne-Wolken-Mix. Vor allem in der Osthälfte zeigt sich häufig die Sonne.

Im Westen ziehen dagegen zunehmend dichtere Wolken auf. Gegen Abend kommen dort erste Schauer auf, denn die Warmfront von Orkantief Luise macht sich bemerkbar. Besonders im Osten weht lebhafter Wind aus südlichen Richtungen, in föhnanfälligen Tälern wird es föhnig.

In der Nacht auf Samstag folgt schließlich die Kaltfront. Laut UWZ sinkt die Schneefallgrenze im Westen dann gegen 1.200 Meter.

Am Samstag Schnee bis in höhere Täler

Am Samstag überwiegen von Beginn an die Wolken. Von Vorarlberg bis in die westliche Obersteiermark sowie im Süden fällt häufig Regen. Nördlich der Tauern sinkt die Schneefallgrenze zeitweise auf 1.400 bis 1.200 Meter.

Im Tagesverlauf breiten sich die Niederschläge zunehmend in den Südosten aus. Im Westen wird es dagegen allmählich trockener und die Wolken beginnen aufzulockern. Dazu weht meist schwacher bis mäßiger West- bis Nordwestwind.

Sigi Fink hält am Wochenende örtlich sogar Schneeschauer bis auf rund 900 Meter für möglich. Dabei handelt es sich um eine regionale Einschätzung: Schnee auf dieser Höhe bedeutet nicht automatisch, dass sich überall eine geschlossene Schneedecke bildet.

Sonntag: Regen erfasst ganz Österreich

Auch am Sonntag bleibt das Wetter unbeständig. Von Unterkärnten bis ins Waldviertel beginnt der Tag zwar noch häufig sonnig, westlich davon dominieren aber bereits dichte Wolken.

In Vorarlberg und im Tiroler Oberland regnet es schon am Morgen. Im Laufe des Tages breiten sich die Niederschläge ostwärts aus. Am Nachmittag erreicht der Regen schließlich auch den Osten Österreichs.

Damit setzt sich landesweit überwiegend trübes und nasses Wetter durch. Der Wind weht mäßig bis lebhaft aus südlichen Richtungen, am Bodensee dreht er auf West. Die Höchsttemperaturen liegen nur noch bei 4 bis 13 Grad.

In höher gelegenen Regionen sind bei entsprechenden Temperaturen weiterhin Schneeschauer möglich.

Damit bleibt das Wetter ausgesprochen wechselhaft: Während sich der Freitag vielerorts noch von seiner freundlichen Seite zeigt, bringen die Fronten von Orkantief Luise am Wochenende erneut Regen und Schnee. Besonders im westlichen Bergland könnte der Winter dabei vorübergehend bis in höher gelegene Täler vordringen.

red, 22.10.2026, 07:46
Mehr zum Thema