Wintereinbruch kommt früher

Neue Wetter-Prognose noch viel heftiger als gedacht

Österreich steht ein markanter Wetter-Sturz bevor! Ab Mittwochabend wird es deutlich kälter, am Wochenende könnte Schnee bis auf 1.000 Meter fallen.
21.10.2026, 14:48
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Von bis zu 22 Grad auf Schneefall in den Bergen: Österreich steht in den kommenden Tagen ein kräftiger Temperatursturz bevor. Während es am Mittwoch im Osten noch einmal angenehm mild wird, kündigt sich in den Alpen bereits der Winter an. Spätestens am Wochenende könnte die weiße Pracht deutlich weiter nach unten reichen.

Die neue Wetterprognose zeigt: Besonders am Samstag ist verbreitet mit Niederschlag zu rechnen. Die Schneefallgrenze könnte dabei regional bis auf 1.000 Meter sinken.

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Mittwoch bringt Regen und erste Abkühlung

Zunächst macht sich der Wetterumschwung im Westen Österreichs bemerkbar. Dort verdichten sich am Mittwoch, dem 21. Oktober, die Wolken zunehmend. Zwischen dem Arlberg und Oberkärnten fällt wiederholt Regen, stellenweise auch kräftig. Im Laufe des Nachmittags breiten sich die Schauer weiter aus.

Im Osten zeigt sich das Wetter dagegen vorerst noch von seiner milden Seite. Hier sind Temperaturen von bis zu 22 Grad möglich. In den Bergen geht es mit den Temperaturen allerdings bereits bergab. Auf höheren Gipfeln in Vorarlberg nähert sich das Thermometer der Nullgradgrenze.

In der Nacht sinkt die Schneefallgrenze

Der eigentliche Kaltlufteinbruch folgt in der Nacht auf Donnerstag. Der Wind dreht auf West und bringt deutlich kühlere Luft nach Österreich. In den Nordalpen sinkt die Schneefallgrenze dadurch auf unter 1.500 Meter.

Damit wird aus dem Regen in höheren Lagen zunehmend Schnee. "Nach Wochen der Ruhe kehrt jetzt endlich Dynamik in die Wetterküche ein. Ein Tief von Großbritannien steuert  kalte Luft zuerst nach Frankreich in den Mittelmeerraum und diese kalte Luft erfasst uns dann am Donnerstag auch in Österreich", erklärt Wetter-Experte Gerhard Hohenwarter in einem Video.

Und weiter: "Das Tief über dem Mittelmeer schaufelt an der Vorderseite noch einmal sehr warme Luft zu uns und genau in diesem Übergang von Kalt auf Warm ist irrsinnig viel Energie da und die entlädt sich jetzt zum Beispiel in kräftigen Gewittern, die da im Mittelmeerraum unterwegs sind."

Jetzt stelle sich nur die Frage, ob diese Gewitter auch in den Alpenraum kommen? "Dann würde das teilweise sehr große Niederschlagsmengen bringen. Ein Wetter-Modell zeigt etwa in Kärnten einen Streifen mit sehr viel Niederschlag oder auch Grenze Italien oder Schweiz", sagt Hohenwarter. Es stehe allerdings noch nicht genau fest, wie viel Niederschlag wirklich kommt.

Und dann die Hammer-Ansage! "Das spannendere als der Niederschlag ist für mich eigentlich die Schneefallgrenze. Zunächst liegt die sehr hoch auf 2.800 Meter. Aber die kalte Luft von Nordwesten kommt Mittwochabend herein und erreicht den Norden von Österreich - und in der Nacht den ganzen Ostalpenraum", erklärt der Wetter-Experte. Teilweise sinke die Schneefallgrenze auf unter 1.500 Metern.

Bodendruck- und Frontenkarte für Mittwoch, 21. Oktober 2026
UBIMET

"Das heißt zum ersten Mal in diesem Jahr wird also Schnee ein Thema. Von Vorarlberg, den Nordalpen entlang gibt es ein wenig Neuschnee bis Mittwochabend und in der Nacht auf Donnerstag kommt dann auch im Süden ein bisschen ein Neuschnee zusammen", so Hohenwarter in seinem Video. Vor allem die Gletschergiebte würden dabei auch große Mengen Schnee abgekommen.

Nach diesem Tief kündige sich dabei aber bereits das nächste Tief an, das jetzt noch am Atlantik liege. Und genau dieses Tief wandere zum Wochenende hin in Richtung Mitteleuropa und da werde es dann "großflächtig kälter werden". "Da ist noch einmal Niederschlag dabei und da könnte es noch weiter herunterschneien - auch im Süden deutlich weiterrunterschneien. Es wird spannend", versichert Hohenwarter.

Donnerstag wird es stürmisch und kalt

Am Donnerstag zeigt sich der Wetterumschwung jedenfalls in weiten Teilen des Landes. Von Innsbruck Richtung Osten fällt zunächst verbreitet Regen. Oberhalb von etwa 1.100 bis 1.400 Metern gehen die Niederschläge in Schnee über.

Dazu frischt der Wind kräftig auf. Besonders am Alpenhauptkamm ist mit starkem bis stürmischem West- bis Nordwestwind zu rechnen. Auch die Temperaturen gehen deutlich zurück. Österreichweit werden nur noch 5 bis 14 Grad erreicht.

In 2.000 Metern Höhe liegen die Werte zwischen minus drei und plus einem Grad.

Freitag bringt kurze Wetterberuhigung im Osten

Am Freitag bleibt das Wetter unbeständig, allerdings zeigen sich regional Unterschiede. Während im Osten zunächst noch die Sonne zum Vorschein kommt, ziehen im Westen bereits wieder dichtere Wolken auf.

Die Schneefallgrenze bewegt sich an diesem Tag zwischen 1.400 und 1.800 Metern. Eine nachhaltige Wetterberuhigung ist damit noch nicht in Sicht.

Samstag könnte Schnee bis auf 1.000 Meter fallen

Besonders winterlich könnte es am Samstag werden. Laut einer aktuellen Wetter-Prognose dominieren dann dichte Wolken, dazu kommt verbreitet Niederschlag.

Die Schneefallgrenze liegt voraussichtlich zwischen 1.000 und 1.600 Metern. Vor allem in höheren Tälern und Bergregionen könnte sich die Landschaft damit zunehmend weiß präsentieren.

Die größten Niederschlagsmengen werden im Süden Österreichs erwartet. Deutlich trockener dürfte es dagegen im Rheintal sowie vom Burgenland bis ins Wald- und Weinviertel bleiben.

Auch am Sonntag weitere Schneeschauer möglich

Zum Abschluss des Wochenendes bleibt das Wetter wechselhaft. Am Sonntag sind weitere Schauer möglich, wobei die Schneefallgrenze ungefähr bei 1.500 Metern liegt. Ob sich daraus ein länger anhaltender Wintereinbruch entwickelt, lässt sich derzeit noch nicht sagen.

Klar ist aber: Nach den milden Tagen wird es in den Alpen spürbar kälter. Besonders ab Donnerstag müssen sich Wanderer und Autofahrer in höheren Lagen wieder auf winterliche Verhältnisse einstellen.

wil, 21.10.2026, 14:48
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