Bis zu 50 Zentimeter kommen

Halber Meter Neuschnee! Österreich wird jetzt weiß

Ein Italientief sorgt für einen Wetter-Sturz in den Alpen. Bis zu 50 Zentimeter Neuschnee sind möglich, auch in Österreich sinkt die Schneefallgrenze.
20.10.2026, 11:41
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Der Oktober zeigt plötzlich seine winterliche Seite! Während es am Dienstag in vielen Regionen noch mild bleibt, kündigt sich in den Alpen ein kräftiger Wetterumschwung an. Ein Italientief bringt viel Niederschlag, dazu strömt zunehmend kältere Luft ein. Auf den höchsten Bergen könnten sich in den kommenden Tagen beachtliche Schneemengen ansammeln.

Besonders in den Westalpen berechnen die Wettermodelle stellenweise fast einen halben Meter Neuschnee. Aber auch Österreich bekommt den Wetterwechsel deutlich zu spüren.

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Bis zu 49 Zentimeter Neuschnee berechnet

Bereits am Dienstag, dem 20. Oktober, gelangt feuchte Luft aus südlichen und westlichen Richtungen in den Alpenraum.

Die Schneefallgrenze liegt zunächst noch hoch, meist zwischen 2.800 und 3.200 Metern. Während es darunter überwiegend regnet, kann es auf den Gletschern und höchsten Gipfeln kräftig schneien.

GeoSphere Austria rechnet in den Westalpen örtlich mit bis zu 30 Zentimetern Neuschnee. Noch größere Mengen zeigen die Modellberechnungen für die kommenden sechs Tage. Besonders rund um Chamonix in Frankreich könnten in höheren Lagen bis zu 49 Zentimeter zusammenkommen.

Auch für andere bekannte Wintersportgebiete werden beachtliche Mengen berechnet:

- Chamonix: bis zu 49 Zentimeter

- Saas-Fee: bis zu 46 Zentimeter

- Val d'Isère: bis zu 43 Zentimeter

- Cervinia: bis zu 42 Zentimeter

- Zermatt: bis zu 40 Zentimeter

Die Angaben beziehen sich auf hochgelegene Bereiche der Skigebiete und nicht auf die Ortschaften im Tal. Außerdem sind die Berechnungen für Freitag und Samstag noch mit Unsicherheiten verbunden.

Auch Österreich bekommt kräftig Schnee

Am Mittwoch, dem 21. Oktober, erreicht eine Kaltfront von Westen her die österreichischen Alpen. Sie bringt verbreitet Niederschläge, die in höheren Lagen zunehmend als Schnee fallen.

Laut GeoSphere Austria sind in den Ostalpen örtlich bis zu 30 Zentimeter Neuschnee möglich. Besonders die Gletscher könnten davon profitieren. Die aktuellen Modelle zeigen für die kommenden sechs Tage unter anderem folgende Schneemengen:

- Kitzsteinhorn bei Kaprun: bis zu 28 Zentimeter

- Sölden: bis zu 22 Zentimeter

Auch in den höher gelegenen Bereichen rund um Mayrhofen, St. Anton und Bad Gastein wird Schnee erwartet. Für die Gletscherskigebiete, in denen die Saison bereits läuft, könnte das zusätzlichen Naturschnee bedeuten.

Schneefallgrenze fällt unter 1.500 Meter

Besonders auffällig ist der starke Temperaturrückgang. Während Schnee am Dienstag meist nur im Hochgebirge fällt, sinkt die Schneefallgrenze mit der heranziehenden Kaltfront deutlich. Am Mittwochabend könnte sie an der Alpennordseite bereits unter 2.000 Meter fallen.

In der Nacht auf Donnerstag halten die Meteorologen örtlich sogar Schneefall unterhalb von 1.500 Metern für möglich. Ob sich dort tatsächlich eine Schneedecke bildet, hängt allerdings davon ab, wie viel Niederschlag zu diesem Zeitpunkt noch fällt.

Kärnten vor kräftigem Regen

Auch im Süden Österreichs macht sich das Italientief bemerkbar. Nach einem zunächst milden Dienstag muss sich Kärnten ab Mittwoch auf teils intensive Regenfälle einstellen. Besonders an der Südseite der Alpen kann der Niederschlag länger anhalten und kräftig ausfallen.

Am Donnerstag strömt kühlere Luft ein. Dadurch sinkt die Schneefallgrenze auch hier deutlich, während die Temperaturen in den Tälern zurückgehen. In den benachbarten Dolomiten werden ebenfalls größere Niederschlagsmengen erwartet. Wetter-Experten weisen auf die Möglichkeit intensiver Niederschläge zwischen Dienstagabend und Donnerstagmorgen hin.

Sturmböen mit bis zu 120 km/h

Neben Regen und Schnee wird auch der Wind zum Thema. An der Nordseite der Alpen weht zunächst kräftiger Föhn. Auf den höchsten Bergen kann es besonders ungemütlich werden. GeoSphere Austria erwartet in den Ostalpen auf rund 3.000 Metern Höhe Böen mit bis zu 120 km/h.

Für Wintersportler kann das Einschränkungen bedeuten. Starker Wind, schlechte Sicht und Neuschnee könnten vorübergehend zu Sperren einzelner Liftanlagen führen.

Freitag könnte schon die nächste Schneefront kommen

Am Donnerstag, dem 22. Oktober, zeichnet sich zunächst eine Wetterberuhigung ab. Die Niederschläge lassen nach, vielerorts zeigt sich wieder die Sonne. Besonders auf den Gletschern könnte sich die Landschaft dann frisch verschneit präsentieren.

Doch bereits für Freitag und Samstag deuten die Wettermodelle eine weitere Störung an. Vor allem in den französischen und italienischen Alpen könnte erneut Schnee fallen, stellenweise möglicherweise schon ab 1.600 bis 2.000 Metern.

Wie viel davon tatsächlich zusammenkommt, ist derzeit noch unsicher. Fest steht: Nach dem milden Oktoberwetter steigen die Chancen auf einen ersten kräftigen Wintereinbruch im Hochgebirge.

Ob die berechneten Schneemengen von fast einem halben Meter erreicht werden, zeigen erst die kommenden Tage.

red, 20.10.2026, 11:41
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