Erst wochenlang kaum Niederschlag, jetzt drohen bis zu 100 Liter Regen pro Quadratmeter: Österreich steht vor einem deutlichen Wetterumschwung. Ein kräftiges Tief über Norditalien bringt ab Mittwoch große Regenmengen, besonders im Süden und Südwesten des Landes.
Doch damit nicht genug: Am Wochenende folgt bereits die nächste Wetterfront. Dann könnte es in einigen Regionen sogar bis auf 1.000 Meter herunterschneien.
ORF-Meteorologe Sigi Fink macht auf Facebook auf die bevorstehende Wetterentwicklung aufmerksam. "In der Nacht auf Mittwoch kommt die Front", berichtet der Wetterexperte.
Im Anschluss bildet sich über Norditalien ein Tiefdruckgebiet, das große Mengen feuchter Luft nach Österreich transportiert: "Von Süden her entsteht dann ein Genua-Tief und dieses hat es in sich."
"Die Schneefallgrenze wird in den nächsten Tagen schubweise immer mal wieder unter 1.500 Meter sinken, zum Teil auf 1.100 Meter da und dort. Manche Flocke schafft es sogar in höher gelegene Täler. Könnte weiter runter schneien, tut es aber vorerst nicht", erklärt Fink.
Vor allem Kärnten muss sich laut Fink auf intensive Niederschläge einstellen. Neben kräftigem Regen sind dort auch gewittrige Schauer möglich.
Besonders stark könnte es das Lesachtal treffen. Die Region zählt nach der Prognose zu den Schwerpunkten des bevorstehenden Regenereignisses. Dort sind Niederschlagsmengen von bis zu 100 Litern pro Quadratmeter möglich.
Nach der langen Trockenphase bedeutet das einen deutlichen Wechsel der Wetterlage. Die Regenmengen werden allerdings nicht überall gleich hoch ausfallen.
Vor allem der Süden und Südwesten Österreichs stehen im Mittelpunkt des Italientiefs.
Nach dem ersten Regenereignis zeichnet sich zunächst eine kurze Wetterberuhigung ab. Doch schon am Samstag erreicht die nächste Front Österreich. Mit ihr sinken die Temperaturen deutlich.
Die Schneefallgrenze könnte stellenweise auf 1.100 Meter, vereinzelt sogar auf 1.000 Meter fallen. Damit wird Schnee auch in tiefer gelegenen Bergregionen wieder zum Thema.
Laut der Prognose sind mehrere Gebiete von der möglichen Schneelage betroffen. Dazu zählen das Mariazellerland und das Mostviertel in Niederösterreich, das oberösterreichische Salzkammergut sowie die Arlbergregion.
Ob und wie viel Schnee tatsächlich liegen bleibt, geht aus den vorliegenden Angaben noch nicht hervor.
Der Mittwoch beginnt trocken, die Sonne zeigt sich aber höchstens noch kurz und am Nachmittag breitet sich von Westen her Regen aus. Am längsten trocken bleibt es im östlichen Flachland. Dort weht lebhafter, in den Voralpen lokal föhniger Südwind. Damit steigen die Temperaturen lokal bis auf 21 Grad, meist erreichen sie aber maximal 17 bis 19 Grad.
Am Donnerstag überwiegen die Wolken, vor allem im Bergland regnet es anfangs häufig. Im Tagesverlauf trocknet es weitgehend ab, auch die Sonne setzt sich noch durch. Der Wind weht zeitweise kräftig aus West bis Nordwest. Mit Höchstwerten von nur mehr 9 bis 15 Grad kühlt es spürbar ab.
Am Freitag stellt sich ein freundlicher Sonne-Wolken-Mix ein. Tagsüber ziehen zwar ein paar Wolken durch, diese bleiben aber harmlos und der Tag geht noch trocken zu Ende. Bei vor allem im Osten noch lebhaftem Südostwind werden 12 bis 17 Grad erreicht.