Über dem Atlantik braut sich etwas zusammen: Ein kräftiges Tiefdruckgebiet könnte sich ab Donnerstag rasant verstärken und in Richtung Deutschland ziehen. Meteorologen sprechen bei einer solchen Entwicklung von einem sogenannten Bombenzyklon. Dahinter steckt ein besonders intensiver Wetterprozess, der heftige Stürme auslösen kann.
Auch Österreich steht vor einem deutlichen Wetterumschwung. Hierzulande dürfte allerdings zunächst nicht der Sturm, sondern vor allem der Regen zum Thema werden.
Wie "Focus Online" berichtet, könnte sich das Atlantiktief innerhalb kurzer Zeit erheblich verstärken. Verantwortlich dafür ist unter anderem ein kräftiger Jetstream in großer Höhe.
"Angetrieben von einem sehr starken Jetstream mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 km/h in der Höhe könnte das Tief innerhalb weniger Stunden deutlich an Kraft gewinnen", heißt es bei "Focus Online".
Besonders im Nordwesten Europas könnten dadurch starke Sturmböen auftreten. Je nach Entwicklung des Tiefs sind auch intensive Regenfälle oder heftige Schneefälle möglich.
Die genannten 300 km/h beziehen sich allerdings auf die Höhenströmung und nicht auf die erwarteten Windgeschwindigkeiten am Boden.
Während sich das mächtige Tief über dem Atlantik entwickelt, kündigt sich auch in Österreich eine Wetteränderung an.
Am Dienstag bleibt es in weiten Teilen des Landes noch trocken. In den Alpen kann der Südföhn allerdings deutlich auffrischen. In besonders exponierten Tälern sind sogar stürmische Böen möglich.
Am Mittwoch ist es mit dem überwiegend trockenen Wetter dann vorbei. Eine Kaltfront erreicht Österreich und bringt verbreitet Niederschläge. Zunächst trifft der Regen vor allem den Westen und Süden. Besonders entlang des Alpenhauptkamms, in Osttirol und in Unterkärnten kann es kräftig und länger anhaltend regnen.
Im Laufe des Tages breiten sich die Schauer weiter in Richtung Osten aus. Dort sind am Abend ebenfalls intensive Regenfälle möglich.
Am Donnerstag lässt der Regen nach der aktuellen Prognose allmählich nach. Vor allem im Westen zeigt sich die Sonne wieder früher. Im Süden und Osten halten sich die Niederschläge zunächst noch länger.
Gleichzeitig dreht der Wind in weiten Teilen Österreichs auf West bis Nordwest und kann zeitweise lebhaft werden. Eine mit dem Nordwesten Europas vergleichbare schwere Sturmlage zeichnet sich für Österreich derzeit aber nicht ab.
Der ungewöhnliche Begriff beschreibt ein Tiefdruckgebiet, das sich innerhalb kürzester Zeit stark intensiviert.
Als Bombenzyklon wird vereinfacht ein Tief bezeichnet, dessen Luftdruck innerhalb von 24 Stunden um mindestens 24 Hektopascal fällt. Der genaue meteorologische Grenzwert hängt allerdings von der geografischen Breite ab.
Durch den raschen Druckabfall können sich besonders starke Winde entwickeln. Solche Wetterlagen treten vor allem über dem Atlantik auf und können den Nordwesten Europas treffen.
Ob das aktuelle Tief tatsächlich die Kriterien eines Bombenzyklons erfüllt, hängt von seiner weiteren Entwicklung ab.
Wie stark sich das Atlantiktief letztlich auf Österreich auswirkt, ist derzeit noch offen. Entscheidend sind vor allem seine Zugbahn und die weitere Verstärkung.
Nach der aktuellen Prognose der Unwetterzentrale steht für Österreich zunächst der Regen am Mittwoch im Vordergrund.
Während im Nordwesten Europas also ein kräftiger Sturm möglich ist, müssen sich die Menschen hierzulande vorerst auf eine nasse Wochenmitte einstellen.