Auf den Alpenpässen könnte es bald erstmals winterlich werden. Mit dem nächsten Wetterumschwung ziehen Regen und Schnee über Österreich. Besonders im Westen und Süden macht sich die kalte Luft bemerkbar. Trotz sinkender Schneefallgrenze dürfte ein größeres Verkehrschaos aber ausbleiben.
Verantwortlich für den Wetterwechsel sind gleich zwei Wettersysteme: Eine Kaltfront aus dem Westen trifft auf ein Italientief. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass die milden Herbsttemperaturen zurückgehen. Stattdessen wird es deutlich kühler und vielerorts nass.
In den Alpen fällt der Niederschlag zunehmend als Schnee. Die Schneefallgrenze sinkt dabei auf rund 1.200 Meter. Damit sind auch höhere Tallagen vom ersten Wintereinbruch betroffen.
Autofahrer müssen sich vor allem auf höher gelegenen Verkehrsverbindungen auf winterliche Niederschläge einstellen. Am Fernpass, am Brennerpass und auf der Tauernautobahn könnte es zeitweise nassen Schnee oder Schneeregen geben.
Eine größere Beeinträchtigung des Verkehrs wird allerdings nicht erwartet. Nach der aktuellen Prognose dürfte der Schnee auf diesen Strecken nicht liegen bleiben. "Das Genuatief kommt langsam in Schwung und es schaufelt dann auf der Vorderseite in Richtung Osttirol und im Lesachtal kräftigen Regen hinauf in Richtung Südwesten Österreichs und da sind auch einzelne Gewitter mit Blitz und Donner eingelagert", erklärt Wetter-Experte Sigi Fink.
Die richtige Kaltfront kommt dann in den Abendstunden von "Westen her zeitgleich mit dem Genuatief. Dann rutscht die Schneefallgrenze in West Österreich ab und Donnerstagfrüh rutscht sie generell auf 1.600 oder 1.700 auf 1.200 Meter." Auf den höher gelegenen Passstraßen werde das kein Problem sein – wie etwa Fernpass, Brennerpass oder Tauernautobahn. "Da dürfte es kein Schneechaos geben", so Fink. Es werde aber vorübergehend nass-schneien.
Anschließend muss sich die Bevölkerung auf starke Regenfälle einstellen, die sich in den Osten ausbreiten werden. "Zumindest einmal drei bis zehn Liter, besser als ein Stein auf den Schädel, werden im Osten Österreichs fallen – in Niederösterreich, Wien, Burgenland, östliche Steiermark, südliche Steiermark wird es zumindest einmal nass werden und ein paar Liter Regen geben."
In den kommenden Tagen bleibt es dann sehr wechselhaft und die Schneefallgrenze pendelt sich zwischen 900 und 1.400 Metern ein. "Auf den Bergen wird es ein paar Zentimeter Neuschnee geben. Wenn die Sonne zwischenscheint wird es in den unteren Niveaus von diesem Level wegschmelzen und dann wieder bisschen draufschneien. Also: Der Herbst ist jetzt da!"
Am Donnerstag regnet es laut Unwetterzentrale (uwz.at) anfangs verbreitet noch etwas. Im zentralen Bergland stauen sich Schauer, die Schneefallgrenze liegt zunächst bei etwa 1.300 Meter. Ganz im Westen beginnt der Tag bereits freundlich.
Im Laufe des Vormittags trocknet es weitestgehend ab und die Sonne setzt sich nach Osten voranschreitend immer häufiger durch. Dazu weht mäßiger bis lebhafter, am Alpenostrand in Böen stürmischer West- bis Nordwestwind. In prädestinierten Lagen wird es föhnig.
Der Freitag startet trocken und mit einem freundlichen Sonne-Wolken-Mix. Auch tagsüber zeigt sich vor allem in der Osthälfte häufig die Sonne. Im Westen ziehen dagegen ein paar dichtere Wolken durch, zum Abend hin kommen hier Schauer auf. In der Nacht sinkt die Schneefallgrenze im Westen gen 1.500 Meter. Der Wind weht besonders im Osten lebhaft aus südlichen Richtungen.
Am Samstag überwiegen von Beginn an die Wolken und von Vorarlberg bis in die westliche Obersteiermark sowie im Süden fällt häufig Regen. Nördlich der Tauern sinkt die Schneefallgrenze zeitweise auf 1.400 bis 1.200 Meter ab. Im Tagesverlauf breitet sich der Regen auf den Südosten aus, während es im Westen abtrocknet und die Wolken langsam auflockern. Der Wind weht schwach bis mäßig aus West bis Nordwest.