21 Jahre nach dem Mord an Daniela Kammerer wird vor Gericht um Antworten gerungen. Am Freitag wollte die Verteidigung weitere Zeugen hören – doch der Richter machte einen Strich durch die Rechnung. Am Innsbrucker Landesgericht läuft derzeit der Prozess gegen einen 42-jährigen Niederösterreicher. Ihm wird vorgeworfen, Daniela Kammerer vor 21 Jahren in einer Telefonzelle im Innsbrucker Rapoldipark getötet zu haben.
Am Freitag wollte die Verteidigung weitere Zeugen einvernehmen lassen. Diese hätten untermauern sollen, dass die Studentin wegen einer Verwechslung getötet worden sei. Das Gericht lehnte die Befragung allerdings ab.
Der Richter begründete die Entscheidung damit, dass es im Prozess nicht darum gehe, wer Daniela Kammerer getötet habe, sondern darum, ob der Angeklagte der Täter gewesen sei.
Der Prozess hatte am Montag begonnen. Bereits am ersten Verhandlungstag hatte der 42-Jährige jede Schuld von sich gewiesen.
Die Frage, ob der Angeklagte für den Mord an der Studentin verantwortlich ist, steht damit weiterhin im Zentrum des Verfahrens.