Aufopferungsvoll kümmert sich Mama Doris seit elf Jahren um ihren Sohn Taylor – und das, obwohl die alleinerziehende Mutter kein einfaches Leben hat. Sie übernimmt die 24-Stunden-Pflege für ihr Kind, stemmt die Therapiekosten und leidet massiv unter der Teuerung.
Taylor leidet unter Autismus, Epilepsie und einer langen Liste weiterer Beeinträchtigungen, die die Niederösterreicherin jede Sekunde des Tages fordern. Diverse unverzichtbare Anschaffung machen der kleinen Familie schmerzvoll bewusst: Das Geld reicht nicht mehr.
"Wir gehen zur Ergotherapie, zur Logopädie – wir machen fast alles, was man sich vorstellen kann", zählt Doris all die Fixtermine auf, die sie mit ihrem Sohn besuchen muss. Rund um die Uhr ist sie für Taylor da, wickelt und wäscht ihn, besucht Ärzte und schmeißt den Haushalt. "Oft wird ja gesagt, dass Kinder mit Autismus besonders schlau sind, doch es gibt solche und solche Fälle. Taylor kann nichts selbst machen, nicht einmal sprechen", schildert die Mutter aus Gänserndorf die harte Realität.
Immer wieder kommt es durch die Beeinträchtigungen des Jungen auch zu Unfällen; so ging erst unlängst Taylors Bett zu Bruch. Es muss also ein neues her – zusammen mit den Anschaffungskosten für einen speziellen Kindersitz sowie den laufenden Kosten für das Auto bedeutet das eine massive finanzielle Belastung.
Geld bekommt sie als pflegende Angehörige für ein Kind mit Pflegestufe sechs rund 1.600 Euro. Durch Mindestsicherung (1.400 Euro) sowie Mietbeihilfe und Familienbeihilfe kann die 60-jährige Mutter ihr monatliches Einkommen etwas aufbessern, doch: "Mit all den steigenden Strom- und Benzinkosten sowie den Therapien wird das Geld am Ende des Monats knapp."
Selbst die Förderungen, die sie für die Therapien bekommt, die meist Tausende Euro kosten, reichen oft nicht aus, um etwas auf die Seite legen zu können. Dringend gebrauchte Urlaube sind immer seltener möglich, doch nicht nur für sich, sonders besonders für Taylor wünscht sich Mama Doris eine Auszeit. "Das würde ihm auch einmal gut tun", ist sie sich sicher. "Falls jemand mit einer Spende etwas helfen kann, wäre ich dankbar", wünscht sich die Mutter im Gespräch mit "Heute".