Die Asylzahlen in Österreich gehen weiter deutlich zurück. Im April 2026 wurden laut Innenministerium nur noch 336 Asyl-Erstanträge registriert. Im Vergleich zum Vorjahr mit 488 Anträgen entspricht das einem Rückgang von mehr als 30 Prozent. Laut Ministerium handelt es sich um den niedrigsten Wert der Asylanträge seit 2014.
Innenminister Gerhard Karner sieht darin eine Bestätigung der bisherigen Maßnahmen. "Die Entwicklung ist richtig", so der ÖVP-Politiker. Ziel bleibe es, illegale Migration weiter einzudämmen und den Missbrauch des Systems zu bekämpfen.
Insgesamt wurden im April 799 Asylanträge gestellt – darunter auch Folgeanträge. Im April 2025 waren es noch 1.445. Damit ergibt sich ein Minus von 45 Prozent. Auch auf das gesamte Jahr gerechnet zeigt sich der Rückgang deutlich: Von Jänner bis April 2026 wurden 3.397 Anträge eingebracht, im Vergleichszeitraum 2025 waren es noch 6.201.
Besonders stark ging auch der Familiennachzug zurück. Während von Jänner bis April 2025 noch 539 Menschen über diesen Weg nach Österreich kamen, waren es heuer nur noch 38 Fälle. Laut Innenministerium handle es sich dabei ausschließlich um soziale Härtefälle. Der Stopp des Familiennachzugs wurde deshalb mit Anfang Jänner um weitere sechs Monate verlängert.
Auch bei illegalen Grenzübertritten meldet das Innenministerium einen massiven Rückgang. Im Burgenland wurden von Jänner bis Mitte Mai 2023 noch mehr als 7.200 illegale Migranten aufgegriffen. Im selben Zeitraum 2026 waren es nur noch rund 200 Personen - ein Minus von mehr als 97 Prozent.
Parallel dazu wurden heuer bereits 4.840 Personen außer Landes gebracht. Mehr als die Hälfte davon musste zwangsweise abgeschoben werden. Fast jede zweite abgeschobene Person war laut Ministerium strafrechtlich verurteilt.