Wie geht es mit Michelle Gisin weiter? Nach ihrem schweren Trainingssturz im vergangenen Dezember steht die Zukunft der zweifachen Olympiasiegerin weiterhin in den Sternen. Nun hat die 32-jährige Schweizerin eine Pressekonferenz angekündigt, bei der sie über ihre weitere Karriere sprechen wird.
Im Dezember 2025 war Gisin beim Abfahrtstraining in St. Moritz schwer gestürzt. Die Schweizerin zog sich dabei einen Kreuzbandriss sowie Verletzungen am Handgelenk, an der Schulter und an der Halswirbelsäule zu. Besonders dramatisch: Die 32-Jährige entging nur knapp einer Querschnittslähmung.
Nach monatelanger Rehabilitation kämpfte sich die Allrounderin zurück und stand vor wenigen Tagen erstmals wieder auf Skiern. Ob sie tatsächlich in den Weltcup zurückkehren wird, ist allerdings weiterhin ungewiss.
Am kommenden Dienstag soll es nun Klarheit geben. Wie der Schweizer Skiverband Swiss-Ski mitteilte, wird Gisin nach ihren jüngsten Erfahrungen auf Schnee im Rahmen einer Pressekonferenz über ihre sportliche Zukunft sprechen.
In der Schweiz wird bereits über einen möglichen Rücktritt spekuliert. Eine Entscheidung ist bislang allerdings nicht offiziell bekannt.
Schon im Sommer hatte Gisin drei mögliche Szenarien angesprochen. Einerseits könnte sie versuchen, rechtzeitig für die Heim-WM 2027 in Crans-Montana fit zu werden. Allerdings hatte die Schweizerin selbst eingeräumt, dass die Zeit dafür knapp werden könnte.
Eine weitere Möglichkeit wäre ein Comeback in der Saison 2027/28. Als dritte Option steht das endgültige Karriereende im Raum.
Unabhängig von ihrer Entscheidung kann Gisin auf eine erfolgreiche Laufbahn zurückblicken. In 291 Weltcuprennen fuhr sie 22-mal auf das Podest und feierte zwei Siege. Ihre größten Erfolge gelangen ihr bei den Olympischen Spielen 2018 und 2022, als sie jeweils Gold in der alpinen Kombination gewann. Dazu kommen drei WM-Medaillen.