Die Leidenszeit von Aleksander Aamodt Kilde geht weiter – der norwegische Ski-Star hat sich beim Abfahrtstraining in Chile die rechte Achillessehne gerissen. Für den Gesamtweltcupsieger von 2020 ist die gesamte Saison damit gelaufen. Besonders bitter: Der 34-Jährige hatte intensiv und lange an seinem Comeback gearbeitet und sich zuletzt wieder in Topform gefühlt.
Auch seine Familie trifft die Nachricht hart. Mutter Kristin erfährt während eines Urlaubs in Italien von der schweren Verletzung ihres Sohnes. "Es ist absolut herzzerreißend", sagt sie gegenüber dem norwegischen Sender NRK. Gerade nach der harten Arbeit am Comeback und den vielversprechenden Trainingsleistungen in Chile sei der Rückschlag besonders schmerzhaft.
Trotz des Schocks zeigt sich Kristin erleichtert, dass ihr Sohn keine lebenslangen Folgen befürchten muss. Gleichzeitig schwärmt sie von seiner Willenskraft: "Er ist der widerstandsfähigste Mensch, den ich kenne. Er lässt sich nicht unterkriegen und steht immer wieder auf."
Kilde selbst macht aus seiner Enttäuschung kein Geheimnis. "Im Moment bin ich am Boden zerstört, wütend und frustriert", schreibt der Norweger in den sozialen Netzwerken. Nach all den Rückschlägen hatte er sich endlich wieder so fit wie lange nicht mehr gefühlt. Nun muss er erneut eine lange Verletzungspause akzeptieren.
Aufgeben kommt für den Speed-Spezialisten dennoch nicht infrage. Zunächst will sich Kilde auf das Oberkörpertraining konzentrieren. Mental setzt er auf jene Strategien, die ihm bereits bei früheren Verletzungen geholfen haben. Auch seine Mutter bleibt zuversichtlich: Die Familie versuche, "eher nach Möglichkeiten als nach Hindernissen zu suchen".