Lara Colturi will mehr! Das erst 19-jährige Ski-Talent aus Italien, das für Albanien an den Start geht, plant den nächsten großen Schritt in seiner Karriere. Die achtfache Weltcup-Podestfahrerin möchte künftig auch in den Speeddisziplinen angreifen – und holt sich dafür prominente Unterstützung.
Beim Weltcup-Auftakt in Sölden zeigte Colturi mit Platz zwei im Riesentorlauf einmal mehr ihr enormes Potenzial. Bisher war die gebürtige Italienerin fast ausschließlich in den technischen Disziplinen unterwegs. Nur einen einzigen Weltcupstart absolvierte sie bisher im Super-G.
Das soll sich jetzt ändern. Künftig unterstützt der ehemalige französische Speed-Star Johan Clarey das Trainerteam der 19-Jährigen. Der mittlerweile 45-Jährige gewann 2022 bei den Olympischen Spielen in Peking Silber in der Abfahrt und beendete im März 2023 seine Karriere.
Doch der neue Karriereplan sorgte offenbar für Diskussionen innerhalb der Familie. "Ich will im Speedbereich Fuß fassen, mit meinen Eltern war das ein heikles Thema. Am Ende habe ich mich aber durchgesetzt und bin froh, dass ich Jo an meiner Seite habe", verriet Colturi in Sölden.
Auch für Clarey kam die Zusammenarbeit überraschend. "Ihre Eltern riefen mich im Juli an und ich war von ihrem Angebot überrascht", erklärte der Franzose gegenüber der "L'Equipe". Eigentlich habe er eine solche Aufgabe nicht geplant, doch die Herausforderung habe ihn gereizt.
Nun soll Clarey das Ski-Juwel beim Riesentorlauf und Super-G begleiten. "Wir werden sehen, wie sie mit dem spezifischen Speed-Training zurechtkommt. Sie hat großes Potenzial", ist der ehemalige Abfahrtsstar überzeugt. Für Colturi beginnt damit ein neues Kapitel – mit dem klaren Ziel, künftig nicht nur zwischen den Slalomstangen für Furore zu sorgen.